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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

CONTINENTS - Reprisal
Band CONTINENTS
Albumtitel Reprisal
Label/Vertrieb Victory Records / Soulfood
Homepage www.facebook.com/continentsband/
Alternative URL www.continentsblows.bandcamp.com/
Verffentlichung 30.10.2015
Laufzeit 34:59 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Die britischen CONTINENTS haben sich 2010 gegrndet und waren bereits ein Jahr spter kurzzeitig mit ihrer ersten Single "Trials" der erfolgreichste "UK Metal Act" auf Youtube. Nachdem das Debt "Idle Hands" 2013 verffentlicht wurde, liefern die Waliser mit "Reprisal" nun ihren Nachfolger ab.
Dabei sind CONTINENTS ein vortreffliches Beispiel dafr, dass Hardcore nicht immer gleich Hardcore sein muss. Das hier ist ganz weit von irgendwelchem New Yorker Beatdown oder punkigen Old-School-Geschichten entfernt. Was die Briten hier machen, hat vielmehr mit den frheren Architects oder den amerikanischen The Ghost Inside zu tun. Natrlich sind da wuchtige Gitarren und fette nackenbrechende Breaks, aber eben auch viel Spielraum fr Melodien und atmosphrischen Gitarrenspielereien auf der einen und stimmungsvolle Interludes sowie frickeliges Geballer auf der anderen Seite. Durch teils sehr tiefe Riffs wirkt der ganzen Platte zudem eine starke Dsternis inne und verleiht ihr eine leichte Sludge-Note, die die Band damit begrndet, das man durch schwere Zeiten gehen musste, die man mit "Reprisal" auch ein wenig verarbeitet hat. Insgesamt wirkt das Teil sehr durchdacht und musikalisch sehr modern wie auch anspruchsvoll.
Dabei ist es vor allem auch die richtige Mischung, die die Briten immer wieder finden. Anarchie und Geholze mit System, wie die Nummern "Scorn", "The Defeatist" und "Love, Loathe. Loss." sind in der Playlist gut verteilt und mit dem Zwischenstck "I" gibt man Hrer eine kleine Verschnaufpause. Auch tauchen immer mal wieder kleinere Ambient-Parts in den Songs bei den xten auf wie in den Tracks "Awakening" und "Alone", die das Spektrum der Scheibe vergrern und so nicht nur die Ballerattacken im Kurzzeitgedchtnis festhalten. Dazu mit Phil Cross einen Schreihals, der sich mit Hingabe die Seele aus dem Leib brllt und den Liedern die richtige emotionale Note verleiht.
"Reprisal" drfte den CONTINENTS einen weiteren Popularittsschub verleihen und zeigt, dass die Briten mehr als nur eine Eintagsfliege sind. Mit ihrem Zweitwerk sind die Waliser allerdings nichts fr diejenigen, die jede neue Agnostic Front als die groe Offenbarung abfeiern und bei mehr als zwei Riffs die Nase rmpfen. Wer aber auf depressives und planvolles Chaos im Hardcore steht, sollte hier definitiv reinhren.
   
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