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21. April 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

BREAK DOWN A VENUE - Break Down A Venue
Band BREAK DOWN A VENUE
Albumtitel Break Down A Venue
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.facebook.com/breakdownavenue
Verffentlichung Juli 2015
Laufzeit 13:24 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 4 von 15 Punkten
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Eines sollte den Platten- und Promofirmen mal mit auf den Weg geben werden, wenn eine Biographie fr eine Band geschrieben wird: Anspruch und Wirklichkeit sollten doch bitte immer zusammen passen! Es wirkt etwas unglaubwrdig, wenn dort einer Band, die gerade mal ihre erste EP mit drei Songs verffentlicht, attestiert wird, sie sei das nchste groe Ding, weil die Hallen bei ihren Moshparts kollektiv ausrasten und das so was alles noch nie dagewesen wre. Zudem ist ein Trend zu beobachten, bei dem neuerdings alles als Post-Hardcore verkauft wird, was frher jubelnd Metalcore geschimpft wurde. Walter Schreifels wrde sich im Grabe umdrehen, wenn er tot wre.
BREAK DOWN A VENUE aus Stuttgart sind so ein tragischer Fall. Wrde man das ganze offen und ehrlich als das darstellen, was es ist und vielleicht auch selbst einfach bescheiden genug bleiben, das Ganze bodenstndig zu leben, wre das Aufeinandertreffen von Rezensent und Band sicher sympathischer. Da hilft es auch nichts, wenn man die EP in den Cubeaudio Studios aufgenommen hat. Fr alle, die genauso wenig wie ich wissen, was das fr Studios sind, liefert die Bio auch direkt die Antwort hinterher. Besitzer ist "Markus Gumball, der fr seine Zusammenarbeit mit den Guano Apes eine goldene Schallplatte erhalten hat". Soso, damit soll wohl suggeriert werden, dass BREAK DOWN A VENUE wirklich (!!!111einseinself) das nchste groe Ding sind, wenn man schon in den Studios von dem Typen aufnehmen durfte, der schon goldene Schallplatten im Schrank stehen hat.
Die selbstbetitelte EP ist schlicht und ergreifend nichts anderes als Metalcore, wie man ihn von Gruppen der Marke Sonic Syndicate kennt. Zwar hat man hier mit Sngerin Nyves eine talentierte Frontfrau an Bord, die singen kann, allerdings ist das Ganze weit entfernt von den Eiern, die Bands wie Otep oder Iwrestledabearonce haben. Und der Wechsel von Geschrei in den Strophen (Snger Robin) zu Gesang im Chorus (Sngerin Nyves) ist so was von wenig berraschend, dass man beim erneuten Gedanken von wegen "nie dagewesen" und "nchstes groes Ding" kotzen mchte.
Die sechs Musiker haben sicher alle was drauf und haben auch alle Bock auf ihren METALpost-hardCORE. Aber die EP ist schlicht und ergreifend belanglos, bei allen Menschen, die lter als 16 sind.
   
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