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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GRAVE RITUAL - Morbid Throne
Band GRAVE RITUAL
Albumtitel Morbid Throne
Label/Vertrieb Dark Descent Records / Soulfood
Homepage www.facebook.com/grave.ritual/
Alternative URL graveritual.bandcamp.com/
Verffentlichung 30.10.2015
Laufzeit 28:11 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Nachdem in den letzten Wochen und Monaten der Todesstahl hauptschlich aus den hiesigen Gefilden stammte, gibt es mit GRAVE RITUAL auch mal wieder was von der anderen Seite des groen Teichs zu hren. Mit "Morbid Throne" verffentlichen die vier Burschen aus Alabama, inzwischen beheimatet in New Orleans, ihre zweite Langrille.
Unschwer dabei zu erkennen, dass sich das Quartett voll und ganz der alten Schule widmet. Der Sound ist roh und dreckig, der Gesang klingt wie beim Soundcheck in einer leeren Halle und auch sonst werden Spielereien vollkommen vermieden. Es wird betont einfach gehalten, dafr gibt es durchweg in allen verschiedenen Geschwindigkeiten aufs Maul! Das funktioniert vor allem deswegen, weil die dsteren und hallenden Growls eine glaubwrdige morbide Atmosphre hervorrufen. Als stnde man in einem dunklen Hhlengebilde, wo Skelette an Ketten herunterhngen und grner Schleim aus kanalartigen ffnungen herausfliet, whrend Schreie von geschndeten Jungfrauen durch die Gnge tnen. Auf der anderen Seite ist das aber auch schon ein bisschen ausgelutscht und nur fr Atmosphre kann man "Morbid Throne" leider keine Punkte geben. Die Songs selbst hauen nmlich bis auf die Stimmung kaum vom Hocker, erst recht nicht, wenn man Vergleiche zu sonstigen Verffentlichungen zieht. Ob man das darf oder nicht, sei mal dahingestellt, dass das Ohr aber dahingehend irgendwo stark verwhnt wurde, ist nicht zu leugnen. Da kann gutes Mittelma auch mal schnell abrutschen. Erst recht, wenn zwei Nummern auf der CD klingen, als wren sie mitten im Song abgeschnitten. Ob das ein Download- oder Produktionsfehler , oder gar gewollt ist, lsst sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht auflsen. Fakt ist aber, dass "Lewd Perversities" und das abschlieende "Throne Of Continuum", das Erste nach 1:09 Minuten und das Zweite nach eineinhalb Minuten, abreien und nichts lsst darauf schlieen, dass dies wirklich das Ende des Liedes sein soll, bzw. wird man beide Male recht unbefriedigt zurckgelassen.
GRAVE RITUAL wird leider eine der Bands sein, an die ich mich in einem halben Jahr kaum mehr erinnern werde. Dafr hat "Morbid Throne" einfach zu wenig von allem. Und nur Stimmung reicht da eben nicht. Genrefreunde drfen es gern mal probieren, aber auf einen groen Knall braucht da keiner zu hoffen.
   
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