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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ENDSEEKER - Corrosive Revelation
Band ENDSEEKER
Albumtitel Corrosive Revelation
Label/Vertrieb FDA Rekotz / Soulfood
Homepage www.facebook.com/endseekermusic/
Alternative URL endseeker.bandcamp.com/
Verffentlichung 13.11.2015
Laufzeit 20:05 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Da kann man schon mal neidisch werden. Die Todesstahl-Jnger ENDSEEKER aus Hamburg haben sich erst 2014 zusammengefunden, im Juli 2015 ihre Debt-EP "Corrosive Revelation" im Chemical Burn Studio mit Alexander Dietz und seinem Project Mayhem eingezimmert und verffentlichen diese nun bei FDA.
Dass das Label aus Brandenburg aber soviel Potential in den fnf Burschen sieht, kommt nicht von ungefhr. Was die Hansestdter auf "Corrosive Revelation" anbieten, danach suchen anderen Bands ihre ganze Diskographie lang. Dabei ist der dicke Sound, das volle Organ von Snger Lenny, die Gitarren und all das Drumherum nicht wirklich berraschend. Das war man von FDA und den dort ansssigen Kapellen inzwischen gewohnt. Es ist vielmehr die Vehemenz und Unnachgiebigkeit bzw. Kompromisslosigkeit, gepaart mit einer guten Kreativitt, die ENDSEEKER noch mal auf einen anderen Level heben. Nicht nur, dass sich die Gitarrenleads wohltuend vom vielen Mittelma mit ihren Ideen abheben, das Ganze groovt einfach so unnachgiebig, dass man sich nicht dagegen wehren kann, die ganze Zeit mit dem Kopf und allen weiteren dazugehrigen Gliedmaen zu wackeln. Mit einer enormen Urgewalt und Aggressivitt hacken die Norddeutschen alles kurz und klein und legen einen weiteren Beweis vor, dass sich Death Metal aus der mitteleuropischen Region im Moment vor keinem Vergleich zu scheuen braucht.
Nach einem sehr kurzen Intro erffnet der Titeltrack "Corrosive Revelation" die EP und macht innerhalb krzester Zeit unmissverstndlich klar, dass man in Hamburg keine halben Sachen macht. Die schwedischen Wurzeln sind auf der Scheibe allenthalben erkennbar, aber vor allem beim Riffing scheint es, als sei man noch mal einen Schritt weiter gegangen und setzte einfach noch ein paar mehr Akzentuierungen als gewhnlich. Was beim Opener noch der groe Knalleffekt war, dass schlgt sich bei den beiden folgenden Stcken "Attention War" und "Consumed By Desire" in Groove nieder. Zwei Walzen, die in der Herangehensweise verschieden, aber nicht minder vereinnahmend sind. In "Attention War" ist es die Strophe, bei "Consumed By Desire" ist es der Refrain, wo die Stcke alles unter sich begraben. "Deployment Of The Aroused" nimmt dann erstmals das Tempo heraus, dadurch bekommt das Alles aber nur einen noch dstereren Anstrich und vor allem die xte wirken noch eine Spur mchtiger, von den Growls ganz zu schweigen, die einfach der pure Hass sind. Den Abschluss bildet schlielich "Supposed To Rot", was etwas punkiger daherkommt und dementsprechend mit zwei Minuten Spielzeit auch recht kurz ausfllt.
Traurigerweise ist der Spa jedoch nach bereits 20 Minuten vorbei. Vorzuwerfen haben sich ENDSEEKER aber gar nichts. "Corrosive Revelation" ist mehr als blo eine Debt-EP. "Corrosive Revelation" ist ein Statement, wie gut der deutsche Death Metal zurzeit ist!
   
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