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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GODS OF EDEN - From The End Of Heaven
Band GODS OF EDEN
Albumtitel From The End Of Heaven
Label/Vertrieb Eigenproduktion / Nervegas (AUS)
Homepage godsofedenband.com/
Alternative URL www.facebook.com/godsofeden/
Verffentlichung 16.10.2015
Laufzeit 41:14 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Die australischen GODS OF EDEN drften hierzulande noch reichlich unbekannt sein. Mit dem Debt "From The End Of Heaven" knnte sich das jedoch sehr bald deutlich ndern. Nachdem vor drei Jahren bereits eine EP im Untergrund fr Aufsehen bei den amerikanischen und australischen Kollegen sorgte, liefern die Jungs aus Down Under nun ihren Erstling ab.
Davor gab es allerdings einige Umstellungen im Line-Up. Inzwischen gibt es bei den Gttern einen neuen Akteur an der Schiebude und einen neuen Gitarristen. Das drfte das Songwriting jedoch nur marginal beeinflusst haben, denn federfhrend bei der Erstellung der Stcke war - wie auch schon auf der EP "Gods Of Eden" - Gitarrist und Grnder Dani Perez. Und was da aus den Boxen knallt, fhrt unweigerlich zu der Frage, ob dort ein neuer Stern am Progressive-Metal-Himmel aufsteigt? Was Perez und seine Mitstreiter auf "From The End Of Heaven" anbieten, ist fr Klangfetischisten und Freunde von vielschichtigen und vertrackten Platten ein absoluter Ohrenschmaus.
Verspielte sowie unfassbar kreative Gitarren, ein Nile-eskes Schlagzeug, ein charismatischer und ausdrucksstarker Snger, das alles eingebettet in einen sehr dicken Sound, untermalt von groflchigen Keyboardspielerreien, die fr viel Atmosphre und den gyptischen Anstrich sorgen, wie beim Cover zu vermuten war. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht ein wenig kitschig und mag dem einen oder anderen vielleicht auch ein Stck weit zuviel werden, jedoch ist das Ganze so dermaen gut aufeinander abgestimmt, das der Kitsch, wenn er denn da ist, nur sehr gering auffllt. Ansonsten fgen sich hier die Rdchen dermaen ineinander, dass es schon erstaunlich ist. Denn es sind nicht gerade wenige Rdchen, die hier ineinander greifen (mssen), damit das ganze Konzept funktioniert. Und eben dort fllt dann auch auf, wie gut das Songwriting von GODS OF EDEN ist. Es wird nicht zu aufdringlich oder zu ruppig, die Balance ist auf dem kompletten Album sehr gut austariert und mit dem Interlude "Rub' Al Kali" hat man zudem eine gute Verschnaufpause geschaffen, die gleichzeitig das Intro zum folgenden "Beyond The Persian Veil" darstellt. Aber auch der Auftakt der Scheibe mit den Songs "The Overseer (Lunar Ascendency)" und das anschlieende "Shiva's Dream" lassen direkt die Kinnlade auf die Tischkante fallen und sorgen stellenweise fr ordentlich Erpelpelle. Dieses Niveau bleibt konstant ber die gesamte Spieldauer am oberen Anschlag, so dass auch der Titeltrack zum Ende von "From The End Of Heaven" dem Ganzen in nichts nachsteht. Jener Titeltrack, bzw. das Video zum Lied errang bereits im letzten Jahr bei den Berlin Music Awards in der Kategorie "Best Visual Effects" den zweiten Platz und zeigt das Potential des Quintetts.
Bisher galten GODS OF EDEN eher als Geheimtipp. Mit "From The End Of Heaven" sollte sich dieser Status aber sehr bald ndern. Fr alle Dream-Theater-Jnger und Fans von Prog-Bands wie Myrath, Into Eternity oder Communic und hnliche sind die Australier eine mehr als lohnenswerte Neuentdeckung!
   
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