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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ENFEEBLE - Momentum Of Tranquillity
Band ENFEEBLE
Albumtitel Momentum Of Tranquillity
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.enfeeble.info/
Alternative URL www.facebook.com/enfeebleofficial
Verffentlichung 15.10.2015
Laufzeit 49:03 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Mit "Moment Of Tranquillity" verffentlichen die aus dem Emsland kommenden ENFEEBLE bereits ihr drittes Langeisen. Nach einem Debt 2007 und dem im letzten Jahr erschienenem "Encapsulate This Moment" legt das Metalcore-Quartett recht schnell ein neues Album nach.
Es hat lange gedauert, bis ich mir ein abschlieendes Urteil zur dritten Platte bilden wollte. Es gab so ein paar Kleinigkeiten, die mich wirklich ansprachen. Zeitweise ist das die Gesangsstimme von Frontmann Lucas Brinker, an anderen Stellen sind es gut arrangierte Harmonien. Auf der anderen Seite ist da aber auch ebenso viel Halbgares oder es wird zuviel gewollt. Bleiben wir fr ein Beispiel bei der Stimme vom Brinker. Der Opener "Little Change" hat eine gute Linie und ein Stck weit fhl ich mich durch den Gesang an die amerikanische Crossover-Truppe Pulse Ultra erinnert. Beim darauffolgenden "Epidemedia" ist es viel zu aufdringlich und man sprt frmlich, dass die Hookline bemht kompliziert gestaltet wurde. Dieser Effekt tritt leider recht hufig auf "Momentum Of Tranquillity" auf. In beinahe allen Stcken wird es bemht aggressiv, bemht vertrackt oder bemht melodisch, was sich auf die Dauer nach hinten heraus eher anstrengend als begeisternd niederschlgt. Auch der Song "Hypnohpobia" ist ein Paradebeispiel und stellvertretend fr die hier angefhrten Punkte. Es wird gesungen, gegrunzt, das Griffbrett abgearbeitet und von einem Rhythmus in den anderen gesprungen. Und manche der Passagen sind echt gut bzw. berzeugend, allein es fehlt der rote Faden, die einheitliche Linie. Das die Jungs richtig was draufhaben, spielerisch als auch kreativ, zeigt sich stellenweise wirklich gut, allerdings verfangen sich ENFEEBLE auf der anderen Seite immer wieder auch in absolut einfallslosen Einschben, die das Niveau sprbar senken, weil es zum Teil einfach schon sehr ausgelutscht ist.
Damit verliert man sich letztlich im Mittelma, denn es berwiegt bei allen guten Ideen die leicht germpfte Nase. Zum Song "Four Eyes (Two Hearts)" kann man der Band allerdings nur gratulieren, denn bei aller Kritik ist dem Quartett hier ein kleiner Hit gelungen, der zeigt, dass sie eigentlich anders knnten. Kein Gesang, gutes Geknppel, tolles Gespr fr eine Harmonie und den Stiefel einfach mal durchgezogen! Warum denn nicht immer so?
   
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