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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

QUEENSRYCHE - Condition Hüman
Band QUEENSRYCHE
Albumtitel Condition Hüman
Label/Vertrieb Century Media Records
Homepage www.queensrycheofficial.com
Alternative URL www.facebook.com/queensrycheofficial
Veröffentlichung 02.10.2015
Laufzeit 57:08 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Das erste Album von QUEENSRYCHE mit ihrem neuen Sänger Todd La Torre machte einem dem Einstieg nicht gerade leicht da es eher sperrig mit dem Intro "X2" und dem nachfolgenden schleppenden "Where Dreams Go To Die" startete. Da gelingt der Einstieg in das neue Album "CONDITION HÜMAN", das die Band Anfang Oktober veröffentlicht hat, schon wesentlich leichter, da QUEENSRYCHE mit "Arrow Of Time" ihr Werk wesentlich eingängiger eröffnen. Der Song ist schnell, riffbetont, lebt vom sehr harmonischen Zusammenspiel der beiden Gitarristen und erinnert im "proggigen" Mittelteil dezent an moderne FATES WARNING. Das folgende "Guardian", zu dem die Band auch ein Video veröffentlicht hat, klingt noch ein bisschen proggiger aber nicht weniger dynamisch und überzeugt mit virtuosen Riffs und Melodien. Todd La Torre singt hier intensiv, hoch aber keinesfalls gequält und sehr ausdrucksstark, was auch auf dem Rest des Albums so ist. Könnte auch auf einem der frühen Alben der Band stehen, was durch das angedeute Selbstzitat "... Evolution Calling" im Chorus noch bestärkt wird.

Danach liefern QUEENSRYCHE mit "Hellfire" ein kleines Epos ab. Der Song beginnt mit atmosphärischen Akustikgitarren, entwickelt sich dann zu einem eingängigen Midtemposong mit gefühlvollem Gesang und harmonischen Gitarren und nimmt am Ende die akustischen Gitarren wieder auf. Richtig starkes Kino. In "Sellfish Lives" verarbeitet die Band nach einen ruhigen Intro dezente Alternativ - Elemente, die sich hervorragend in den Gesamtsound integrieren. Die Absicht des Sängers, ALICE IN CHAINS - Einflüsse zu verarbeiten, sorgte ja für einige Diskussionen. So gekonnt wie in diesem Song dürfen die Jungs aber gerne solch zusätzliche Stilelemente in ihren Sound einzufügen. Mit "Bulletproof" gibt es mal eine Ballade, in der Todd La Torre so richtig begeistert. In riffbetonten "All There Was" wird mal Gas gegeben und erneut an alte Zeiten erinnert.

Zum Ende der Standardversion gibt es mit dem Titeltrack noch ein weiteres atmosphärisches proggiges Midtempoopus. Das Digipak enthält mit "Espiritu Muerto" noch ein weiteres starkes schleppendes Stück, das dezent an BLACK SABBATH erinnert. Mit ihrem zweiten Album nach dem Neustart legen QUEENSRYCHE ein wirklich starkes Album vor, in dem sie sich auf ihren alten Stärken und Trademarks besinnen, aber auch gekonnt neue Elemente einbauen, die die Songs frisch halten. Und Todd La Torre ist absolut in die Band integriert. Er klingt souverän, ausdrucksstark und eigenständig und versucht erst gar nicht, krampfhaft in Geoff Tate - Höhen vorzudringen, wobei er auch hohe Tonlagen sehr gefühlvoll rüberbringt. Ein Album, das wirklich Spaß macht. Für mich hat diese Band zum Glück nochmal auf den richtigen Weg zurück gefunden.
   
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