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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

XTERNITY - Expulsion Into Depth
Band XTERNITY
Albumtitel Expulsion Into Depth
Label/Vertrieb Eigenproduktion / recordJet
Homepage xternity-metal.de/
Alternative URL www.facebook.com/xternitymetal
Verffentlichung 05.09.2015
Laufzeit 42:35 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Wenn man es nicht besser wsste, man knnte meinen, Death Metal wre gerade der groe Trend. Wie Twerking, Seehofer-Bashing oder Mategesff. Das der deutsche Todesblei aber im Moment eine absolute Hochzeit mit einer groen Menge an richtig guten Verffentlichungen erlebt, ist nicht von der Hand zu weisen. Mit auf dieser Welle schwimmen auch XTERNITY aus Mnster, die mit "Expulsion Into Depth" ihr Debt vorlegen.
Und wie es sich fr eine Eigenproduktion gehrt, wurden die Songs von der Band selbst aufgenommen und gemixt. Das Mastering bernahm am Ende Erkan Tatoglu, der auch fr die letzte Chapel Of Disease verantwortlich zeichnet. Am spannendsten ist aber der konzeptionelle Faden, der sich durch die Scheibe zieht. "Expulsion Into Depth" beschftigt sich mit der Flchtlingsproblematik, dem damit verbundenen Leid der Flchtenden, die auf den groen Weltmeeren wegsterben beim Versuch, zu entkommen, sowie allen gesellschaftlichen Auswchsen, die das Thema mit sich bringt. Bereits das "Intro" fhrt mit einem Stimmengewirr und Bombeneinschlgen untermalt von einem Gitarrensolo in diese Thematik ein und symbolisiert damit quasi die Vertreibung, die schlielich im Titeltrack als letzten Song und dem dazugehrigen Outro mit dem Ertrinken in der Tiefe des Meeres mndet. Schlussendlich bezieht sich auch das selbst entworfene Cover auf diese Thematik und rundet den Gedanken schlielich ab.
Auch musikalisch liegen XTERNITY mit dem Debt am Zahn der Zeit. Schlechte Verffentlichungen scheint der Death Metal im Moment per se nicht zuzulassen, da bildet auch das 2012 entstandene Mnsterlnder Quintett keine Ausnahme. Die moderne Ausrichtung des Sounds und der Instrumente, dazu das variable Organ von Frontmann Milan Sikorski, der von grunzen bis kreischen die gesamte Bandbreite kompetent beherrscht, in Verbindung mit dem ansprechenden Songwriting sind fr ein Debt ein enormes Pfund. Zudem gab es in den letzten Jahren viele Line-up-Wechsel, so dass von der Ursprungsformation eigentlich nur noch Gitarrist Simon Wiedenhft dabei ist. Kaum vorzustellen, wo das mal hinfhren soll, wenn sich die Burschen aufeinander eingrooven. Wer eine Kostprobe braucht, sollte sich die Tracks "Punish The Torturer" oder "On The Graveyard" zu Gemte fhren.
Death Metal 2015 aus Schland passt derzeit einfach. XTERNITY reihen sich da mit "Expulsion Into Depth" vllig nahtlos ein. Da es nicht ewig so weitergehen wird, genieen wir einfach weiterhin die Zeit und schwingen bis dahin sorglos die (in meinem Falle nicht vorhandene) Matte!
   
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