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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NERLICH - Eternity's Gate
Band NERLICH
Albumtitel Eternity's Gate
Label/Vertrieb FDA Rekotz / Soulfood
Homepage www.facebook.com/nerlichband
Alternative URL nerlich.bandcamp.com/
Verffentlichung 02.10.2015
Laufzeit 19:53 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Wer in diesem Jahr nach der Vielzahl der Topverffentlichungen aus dem Hause FDA das Label immer noch nicht auf dem Schirm hat, dem ist wohl kaum mehr zu helfen. Die Todesstahlfraktion jedenfalls drfte in den letzten Monaten einige Luftsprnge gemacht haben, mich eingeschlossen. Noch ist das Jahr aber nicht vorbei und mit den finnischen NERLICH gibt es direkt die nchste Breitseite. Oder Handkante, wenn man so will, da "Eternity's Gate" lediglich eine EP ist.
Die Skandinavier wiederum erwachen gerade aus einer Art Dornrschenschlaf. 2003 gegrndet und bis 2008 insgesamt drei Demos, eine Split, das Debt "Defabricated Process" und eine EP namens "Innards" auf den Markt geworfen, ehe man die Band 2009 wieder auf Eis legte. Nun ist das Trio nach einigen Jahren mit der EP "Eternity's Gate" wieder da. Enthalten darauf sind drei eigene Stcke sowie eine Coverversion des Tracks "Carnival Of Souls / The Altar" der ehemaligen finnischen Band Cartilage. Laut eigener Aussage hat die vierjhrige Auszeit der Band, ehe man 2013 die Aktivitten wieder auflodern lie, "definitiv geholfen, Performance und Songwriting-Fhigkeiten zu verbessern". Auch bei den Lyrics entschloss man sich, keine eingetretenen Pfade zu beschreiten, sondern wollte einen anderen Weg gehen. Anstelle zum x-ten Mal ber Blut, Tod und Gedrme zu grunzen, wurde "so etwas wie ein Konzept" entwickelt, in dem es um mentale Probleme geht, "es ist sozusagen nher am echten Leben".
Und so sehr es auch nach Lobhudelei klingt, aber wo FDA mittlerweile draufsteht, ist einfach Qualitt drin. Und dass die Songwriting-Fhigkeiten in der Vergangenheit so katastrophal gewesen sein sollen, kann man nach eingngiger Prfung des Debts auch nicht sagen. Wer nmlich im Stande ist, einen Song wie den von Cartilage mal eben so zu covern und dabei drei eigene Lieder zu schreiben, die jeder Deathmetaltruppe gut zu Gesicht stehen wrden, der kann so mies nicht gewesen sein. Die EP jedoch ist tatschlich so etwas wie eine Weiterentwicklung. Die Songs sind geradliniger und auch etwas dsterer, wohingegen man vor Jahren NERLICH noch als etwas rauere, wildere Version von Schuldiner und Co. htte bezeichnen knnen. Heute dagegen wirkt das strukturierter und erwachsener und nicht mehr so "chaotisch".
Insgesamt ein vielversprechendes Lebenszeichen einer Band, die nun wohl erneut Blut geleckt haben drfte und so schnell auch nicht unterzukriegen ist. Alte, Schule, Death, Ol!
   
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