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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SACRAL RAGE - Illusions In Infinite Void
Band SACRAL RAGE
Albumtitel Illusions In Infinite Void
Label/Vertrieb Cruz Del Sur / Soulfood
Homepage www.facebook.com/sacralrage
Verffentlichung 27.03.2015
Laufzeit 50:32 Minuten
Autor Patrick Weiler
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Was macht eigentlich John Cyriis gerade? Haust der auf dem Merkur oder bastelt er mit Echsenmenschen in der Hohlerde Aluhte? Diese Fragen schwirren mir bei den ersten Klngen von "Illusions In Infinite Void" von SACRAL RAGE durch den Kopf. Hat der alte Ex-AGENT STEEL Recke etwa eine neue Band am Start? Nicht wirklich, denn SACRAL RAGE kommen aus Griechenland. Der teils speedige, teils progressive US Metal klingt aber wie frisch aus den Achtzigern und Snger Vaggelis geht als eine Mischung aus genanntem John Cyriis und Alan Teccio von WATCHTOWER durch.

Nach einer ersten EP mit dem schnen Titel "Deadly Bits Of Iron Fragments" ist mit vorliegendem Werk im Mrz das Debtalbum der Griechen erschienen und hat im Underground ein mittelschweres Beben ausgelst. Zumindestens haben es die Herrschaften bereits in einige bekannte, deutsche Printmagazine geschafft und das Album hat viele gute Bewertungen eingefahren. Dem Lob kann ich mich eigentlich nur anschlieen. Die 8 Songs plus Intro sind durchweg auf hohem Niveau gezockt und machen nach einigen Umdrehungen richtig Spa. Das Material bentigt zwar einige Durchlufe um zu znden, aber das ist bei dieser Art von Musik wohl auch ganz normal. SACRAL RAGE gehen nie so vertrackt wie zum Beispiel WATCHTOWER zu Werke, aber leichtverdaulich sind die meisten Stcke dann dennoch nicht. "Illusions In Infinite Void" ist im ersten Moment sogar etwas sperrig, wird aber schnell nachvollziehbarer. Haben Songs wie "Lost Chapter E. Armana's Reign" oder "Into Mental East" erstmal gezndet, bekommt man die Scheibe so schnell nicht mehr aus dem Player. Vorausgesetzt man kann sich mit dem teils sehr hohen Gesang anfreunden. Hier scheiden sich wie oft beim US Metal die Geister, echte Maniacs drfte das aber kaum stren. Erfreulich finde ich, das SACRAL RAGE trotz aller technischen Finessen zwischendurch auch mal die Sau rauslassen und das Pedal bis zum Bodenblech durchtreten. Fr Abwechslung ist definitiv gesorgt. Der tolle Sound ist typisch 80er und ziemlich authentisch. Man knnte wirklich meinen der Produzent von "Unstoppable Force" (AGENT STEEL) htte im Anschluss gleich noch die Griechen produziert. Beim Cover verhlt es sich hnlich.

Wenn "Illusions In Infinite Void" berhaupt ein Manko hat, dann vielleicht das sich kein wirklicher berhit auf der Platte befindet. Dieser Umstand ist in meinen Ohren aber zu verschmerzen, denn unter den Songs befindet sich ansonsten kein wirklicher Stinker. Wer also starken 80er US Metal im Jahr 2015 hren mchte, der greift zu SACRAL RAGE. Da wackelt sicher auch jeder geneigte Echsenmensch auf dem Merkur zufrieden mit dem Schwanz.
   
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