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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PENTAGRAM - Curious Volume
Band PENTAGRAM
Albumtitel Curious Volume
Label/Vertrieb Peaceville/Edel
Homepage www.facebook.com/pentagramusa
Verffentlichung 28.08.2015
Laufzeit 43:31 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung 10 von 15 Punkten
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"Curious Volume" heit die frische Scheibe der Doom-Legende Pentagram und jeder, der die Doku "Last Days Here" gesehen hat, wird mir recht geben, dass es ein Wunder und eine Leistung von Frontmann Liebling ist, dass dieses Album und sein Vorgnger zum vierzigjhrigen Jubilum der Band, "Last Rites", berhaupt zustande gekommen ist. Live auf dem Rock Hard zeigte er sich aber sehr stabil, so dass es fr die ehemaligen Underground-Band vielleicht doch noch zum spten Ruhm reichen knnte. Die neue Platte knnte dabei hilfreich sein, denn schlecht ist der Silberling sicher nicht. Der stark angehauchte Black Sabath-Sound ist sauber produziert und knarrt durch die Boxen zu Lieblings erstaunlich guter Stimme. Hier wurde sicher nachgeholfen, live auf dem Rock Hard habe ich ihn nicht so stark gehrt. Stcke wie der Opener "Lay Down And Die" sind echt starke Granaten, die einen zurck in die guten 70er Katapultieren, ohne dabei angeschimmelt zu klingen. Aber ist das eigentlich Doom Metal? Wenn man ehrlich ist, sicher nicht, es ist guter Garagen-Rock 'n' Roll, was ich nicht negativ meine. Zwar kommen Stcke wie "The Devils Playground" echt dster rber, aber um es Doom Metal zu nennen, fehlt mir dann doch noch viel schleppendere und bedrohlichere Elemente, wenn man zum Vergleich z.B. die Epic Doomer und Urgestein Candlemass als Band zurate zieht. Der Song "Dead Bury Dead" kommt dieser Richtung sicher am nchsten. Track 4 "Earth Fight" dagegen ist ein typisches Hard Rock-Stck, was der Platte zwar gut zu Gesicht steht und auch einer meiner Lieblinge von dem schwarzen runden Gold ist, aber fr Doom Metal macht das Teil viel zu viel "Spa" und ist eher ein Sommer- als ein Winter-Lied. Der Spitzenreiter auf der CD ist sicher "Close The Casket", das sehr einfach gehalten ist, gerade hier beweisen Pentagram aber, wie tight die Platte aufgenommen ist und welch schne Riffs sich auf "Curious Volume" verstecken.

Fazit: Ich wrde jetzt mal behaupten, das neue Werk ist das Beste, was Pentagram bis jetzt verffentlicht hat, strker als "Last Rites" ist es auf alle Flle. Ob es Doom Metal ist, da kann man sicher drber streiten. Ein wenig mehr Abwechslung htte ich mir allerdings bei den 11 Liedern gewnscht, denn manchmal wird das Album trotz starkem Liedgut doch monoton. Mit "Because I Made It" ist sogar ein richtiger Totalausfall auf der LP, dessen Riff mir extrem auf die Nerven gegangen ist. Damit reicht es gerade knapp fr Edelmetall auf der Skala in der Gesamtbetrachtung. Viel falsch machen kann man bei einem Kauf aber sicher nicht.
   
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