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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ROOT - Zjevení (Re-release)
Band ROOT
Albumtitel Zjevení (Re-release)
Label/Vertrieb I Hate Records / Soulfood
Homepage www.rootan.net
Alternative URL www.facebook.com/pages/root-official/396...
Veröffentlichung 27.08.2015
Laufzeit 36:50 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung /
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Elf Alben in über 20 Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Die tschechischen ROOT haben sich bereits vor dem Fall des Eisernen Vorhangs im damals noch tschechoslowakischen Brünn 1987 gegründet und die Jahrzehnte überdauert. Nun gibt es mit "Zjevení" das Debütalbum der nach wie vor existieren Truppe bereits zum fünften Mal (!) als Neuveröffentlichung.
1999 wurde der Erstling der Schwarzmetall-Pioniere zum ersten Mal als CD neu aufgelegt. Danach folgten noch weitere Vinyl-Pressungen und CD-Auflagen, ehe nun das Label "I Hate Records" mit einer weiteren 12'' nachlegt. Das "Zjevení" dabei keinesfalls zeitgemäß ist, stört nur marginal, denn wenn die Nachfrage so groß ist, dass man eine Scheibe fünf Mal nachpressen oder veröffentlichen kann, spricht das eigentlich für sich. Zudem kann man es sich nur entfernt vorstellen, unter welchen Anstrengungen eine Black Metal Band, deren Anführer namens Jiri "Big Boss" Valter zu Zeiten des kalten Krieges "Satansagent des Westen" genannt wurde, eine solche Aufnahme realisiert haben muss.
Insofern ist es wohl auch normal und zu verzeihen, dass der Klang der Instrumente nicht ganz astrein ist und die Stimme mit gewöhnungsbedürftig relativ wohlwollend umschrieben ist. Aber nicht umsonst verlieh genau dieser Gesang der Band sowie auch dem kauzigen Frontmann schnell eine unverkennbare Note. Wie viel Pionierarbeit ROOT letztlich für den Metalmarkt bewerkstelligt haben, lässt sich an Namen wie Nergal (Behemoth) oder Blasphemer (Mayhem, Aura Noir), die alle mit ROOT in früherer Zeit bereits zusammengearbeitet haben, ebenso ablesen, wie sie von Bands wie Moonspell und Nifelheim heute verehrt werden.
Für Liebhaber der Szene ist "Zjevení" sicher ein Leckerbissen, den sich der eine oder andere schwarze Jünger ins Regal stellen wird. Ich selbst konnte mir jedenfalls eine große Bildungslücke schließen, auch wenn ich fürs erste weiß, dass das Debüt sicher nicht die beste Scheibe der Tschechen ist. Aber man muss ja auch am Anfang beginnen und nicht am Ende.
   
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