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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SOLITAIRE - Extremely Flammable
Band SOLITAIRE
Albumtitel Extremely Flammable
Label/Vertrieb Iron Glory Records
Homepage www.solitairemetal.com
Verffentlichung 31.08.2004
Laufzeit 37:16 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 2 von 15 Punkten
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Schon beim ersten Hreindruck stellt man auf Anhieb fest, dass sich die finnische Speed Combo durch und durch dem Stile der 80er verschrieben hat. Vom Coverartwork ber Songtitel, wie "Speed Trap", "Steel against Steel" oder dem Titelstck, bis hin zum Sound wurde hier exzessiv versucht die vergangenen zwanzig Jahre ungeschehen zu machen. Das ist den Jungs auch durchaus perfekt gelungen, wre da nur nicht die Kleinigkeit mit der Musik an sich. Was ich sagen will ist, dass mich unweigerlich das Gefhl erschleicht, man habe zuviel Wert auf die Attitde als auf die Qualitt des Materials gelegt.
Die zehn Songs wirken vllig durchschnittlich und vorhersehbar, die 08-15 Riffs, falls man berhaupt welche raushren kann, sind mehr als einfallslos und vor allem ist das komplette Zusammenspiel der Band sehr drftig. Tightes Riffing, sichere Breaks und Taktfestigkeit lassen sich auf "Extremely Flammable" leider nur sprlich ausfindig machen, was mir beim Hren der Platte auch wirklich zu schaffen macht. Hinzu kommen die nervenzerreienden Soli der beiden Gitarristen. Es wird sich stets bis aufs uerste bemht weit ab jeglicher tonaler Harmonien oder Skalen zu bleiben, geschweige denn mal einen Ton mit ein wenig feeling zu beleben. Was zu Slayer perfekt passt, erscheint hier einfach vllig berzogen und dilettantisch und senkt zustzlich noch das Niveau der Stcke.
Der typische Thrash bzw. Speed - Metal Gesang berzeugt noch am ehesten und trgt mageblich zu der Old - School Atmosphre der Platte bei, doch den Versuch diese genretypischen Vocals zu verlassen htte man sich bei "Steel against Steel" wirklich schenken knnen und statt dessen einfach weiterbrllen und schreien sollen. Denn mit dem "normalo" Gesang bei jenem Song wird lediglich eindrucksvoll gezeigt, dass man auch wirklich JEDEN gesungenen Ton schepp intonieren kann.
Also, Old - School hin oder her, aber ein kleines bisschen handwerkliches Geschick an den Instrumenten und im Songwriting sollte schon vorhanden sein bevor man sich ins Studio begibt. Es ist auch klar, dass bei dieser Art von Metal kein Wert auf groe Melodien oder verspielte Arrangements gelegt wird, jedoch sind die alten Exodus, Kreator, Sepultura und Slayer Platten nicht so "mir nichts, dir nichts" eingeschlagen wie eine Bombe, sie hatten einfach erstklassiges Material zu bieten und damit auch heute einen berechtigten Kultstatus. SOLITAIRE scheinen mir davon auf jeden Fall noch ewig weit entfernt zu sein. Eine Kaufempfehlung kann also nur an Hardcore - Old - School - Fetischisten ausgesprochen werden, fr alle anderen ist die Platte wahrscheinlich eher eine Rohstoffverschwendung.
   
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