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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LAMB OF GOD - VII Sturm Und Drang
Band LAMB OF GOD
Albumtitel VII Sturm Und Drang
Label/Vertrieb Nuclear Blast / Warner
Homepage www.lambofgodvii.com
Alternative URL www.facebook.com/lambofgod
Verffentlichung 24.07.2015
Laufzeit 48:07 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 15 von 15 Punkten
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Sturm und Drang, ein feststehender Begriff, der mir persnlich noch allzu gut aus meiner Schulzeit bekannt ist und neben Goethe und Schiller im Grunde untrennbar mit dem Begriff der Aufklrung verbunden ist. Einer Aufklrung der ganz anderen Art ist es zu verdanken, dass Lamb Of God uns tatschlich wieder mit einem Album beglcken knnen, hatte deren Snger Randy Blythe doch lange Zeit mit Justitia zu kmpfen. Nun, der Fall des verunglckten Fans ist abgeschlossen, Randy ist raus aus der Nummer (weil unschuldig) und "VII Sturm Und Drang" das lang herbei gesehnte neue Studioalbum erfreut unser aller Herzen aus Stahl. 3 1/2 Jahre nach "Resolution" scheint man hungriger als je zuvor zu sein, und bereits nach einmaligem Hren msste ich entweder das 2012er Werk nachtrglich schlechter rezensieren oder aber der neuen Platte 16 Punkte geben. Glnzte der Vorgnger noch durch Homogenitt und keinen richtigen Durchhnger setzt "VII Sturm Und Drang" einfach noch eins drauf. Will meinen, hier hatte jemand tierisch Bock darauf, genau diese Platte einzuspielen, und das hrt man jeder Note an. Das was "Resolution" teilweise abging, der Hitfaktor, prasselt heuer auf den Hrer ein, wie Kamelle auf den Jeck am Rosenmontag.
Gleich zu Beginn gibt es mit dem, bereits im Vorfeld verffentlichten "Still Echoes" einen Kracher vor dem Herrn. Die Pantera-Vergleiche, denen sich die Band seit Jahren immer wieder vereinzelt gegenber sieht, waren noch nie mehr Kompliment, wenngleich auch selten weiter weg. Ja, rifftechnisch erinnert man hier und da an die "Cowboys From Hell", aber im groen Ganzen hat sich der Sound doch soweit emanzipiert, dass man eher als Referenz denn als Kopie genant werden muss.
"Walk With Me In Hell" und besonders "Redneck" werden wohl auf immer DIE Hits der Band bleiben, doch in seiner Gnze hlt kein LOG-Album mit dem neuen Brecher mit.
"512" zwingt deinen Nacken in den Strophen in die Knie, whrend der Refrain durch eine groartige Melodie fesselt. "Embers" treibt ebenfalls gnadenlos nach vorne, bis im letzten Drittel Chino von den Deftones fr die gesangliche Endveredelung zustndig ist.
"Footprints" schreit Groove und wieder Riffs, Riffs, Riffs, whrend "Overlord" wohl die grte berraschung auf der Scheibe darstellt. Blythe versucht sich an Klargesang und macht eine verdammt gute Figur dabei. berhaupt wei das Arrangement hier, hnlich einer Semi-Ballade (in der ersten Hlfte) vollkommen zu berzeugen.
"Anthropoid" ldt mit seinem Refrain zum Mitgrlen ein, und das Hauptriff von "Engage The Fear Machine" ist zum Niederknien.
Ihr erlebt mich begeistert, glnzt "VII Sturm Und Drang" doch schlichtweg durch grandioses Songwriting, mitreiende Ideen, Knallerriffs, tonnenweise Groove, geschickt platzierte Melodien mit dem typischen Touch Lamb Of God-Epik. Gaaaanz weit vorne bei den "Album des Jahres"-Kandidaten.
   
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