Navigation
                
22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

CRADLE OF FILTH - Hammer Of The Witches
Band CRADLE OF FILTH
Albumtitel Hammer Of The Witches
Label/Vertrieb Nuclear Blast / Warner
Homepage www.cradleoffilth.com
Alternative URL www.facebook.com/cradleoffilth
Verffentlichung 10.07.2015
Laufzeit 56:00 Minuten
Autor Axel Fichtmller
Bewertung 13 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Und es schlgt Zwlf. Hexenstunde. Zumindest im Vereinten Knigreich. Britanniens hrteste Pop-Panda-Kombo schlgt den Hammer nieder auf elf frische Sargngel, die den 1991 zusammengezimmerten Symphonicblackgothicvampiredarkevileroticametal-Sarg bombenfest an die Kirchtr der Hall Of (Sh)Fame tackern. Neue Kostme, neue Musiker, neues Artwork (seit "The Principle Of Evil Made Flesh" erstmals wieder mit unverhllter weiblicher Oberweite) und ein gealterter Dani Filth. Bleibt die Frage: Fallen CRADLE OF FILTH anno 2015 mit "Hammer Of The Witches" wie die Inquisition ber ihre Fans her oder ist der Hexenhammer nach fast 25 Jahren Bandgeschichte endgltig berholt?
Nach dem atmosphrischen Intro und einem Blick auf die aktuelle Aufstellung fllt auf, dass der langjhrige Gitarrist Paul Allender der Wiege des Schmutzes scheinbar entwachsen ist und nicht lnger fr die markante Riffarbeit verantwortlich zeichnet. Stattdessen sorgen der Serbe Marek 'Ashok' ?merda und der aus Derbyshire stammende Rich Shaw - beide erfahrene Saitenhenker - nun fr das musikalische Herz der Briten. Dabei sorgt die Arbeit des Duos vor allem fr einen sprbaren Heavy Metal-Anstrich im Sound, der stilistisch von Venom ber Metallica bis hin zu Celtic Frost reicht. Dennoch sollten Fans keine 180 Grad-Wende ihrer Lieblingsband erwarten oder befrchten, denn die grte Leistung der beiden Gitarristen besteht vor allem darin, den typischen Sound von CRADLE OF FILTH - angereichert mit frischen Ideen - auch auf "Hammer Of The Witches" zu konservieren. Paradebeispiel dafr ist vor allem der Titel "Deflowering The Maidenhead, Displeasuring The Goddess".
Allgemein wird noch mal ein hrbarer Unterschied zum Vorgnger "The Manticore And Other Horrors" deutlich, was vor allem an dem strkeren Fokus auf Melodieverlufen, anstatt auf Groove liegt. Ergo sind die untersttzenden Keyboard-Teppiche ebenso wie der dosierte Einsatz des Gesangstalents von Neuzugang Lindsay Schoolcraft (die als Kanadierin das internationale Line Up gekonnt ergnzt) ebenso das Salz in der Hexensuppe von "Hammer Of The Witches". Diese Kombination verleiht Titeln wie "Right Wing Of The Garden Triptych", "Yours Immortally" oder "Blackest Magick In Practice" ihre markanten, teils poppigen Momente. Konsequenterweise scheuen sich CRADLE OF FILTH dabei auch nicht vor dem sehr dezenten Einsatz von Electro-Elementen, die beim ersten Hren verdutzt aufhorchen lassen, sich aber sinnvoll ins Gesamtkonzept integrieren. Das alles klingt frisch und motivierend; ist es ber weite Strecken auch. Nichtsdestotrotz erfindet die Band weder sich noch die Musik neu. Als professionelle und langjhrige Berufsmusiker liefert das Kollektiv um Dani Filth schlicht das ab, was man sich gemeinhin unter der Marke CRADLE OF FILTH vorstellt - das Gekeife von genanntem Frontmann inklusive. Auch hier: Keine berraschungen oder Experimente, sondern der bekannte Wechsel zwischen verschiedenen Facetten seines Markenorgans.
Dennoch liegt hier ein weiterer stimmiger Beitrag der Band vor, der Fans nicht vergrtzen und Kritiker nicht begeistern wird. Aber fr Highlights wie "Onward Christian Soldiers", "Deflowering The Maidenhead, Displeasuring The Goddess" und "Right Wing Of The Garden Triptych" lohnt sich der Kauf fr Cradle-Afficionados auf alle Flle.
   
<< vorheriges Review
CHAOS MAGIC - Chaos Magic
nchstes Review >>
MANILLA ROAD - Open The Gates (Re-Release)


 Weitere Artikel mit/ber CRADLE OF FILTH:

Zufällige Reviews