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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

WOLVES DEN - Deus Vult
Band WOLVES DEN
Albumtitel Deus Vult
Label/Vertrieb Independent / Eigenvertrieb
Homepage www.wolvesden.de
Alternative URL www.facebook.com/wolvesdenband
Verffentlichung 03.04.2015
Laufzeit 46:25 Minuten
Autor Axel Fichtmller
Bewertung 9 von 15 Punkten
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WOLVES DEN drfte fr viele alte Equilibrium-Fans eine wahre Offenbarung sein, nachdem bekannt wurde, dass hier unter neuer Flagge Snger Helge Stang und Schlagzeuger Manuel Di Camillo zusammen mit Kollege Mexx Steiner an der Gitarre ein gemeinsames Projekt aus der Taufe hoben. "Deus Vult" heit das Debt und wurde komplett in Eigenregie unters Metalvolk gebracht. Doch whrend Equilibrium mittlerweile eher mit Kirmesmetal durch die Landen (bzw. Bierzelte) zieht, haben sich WOLVES DEN dsterem Black Metal mit dezentem Pagan-Flair und deutschen Texten verschrieben.
So atmet das im Mnchener Grotesque Studio eingekloppte Erstlingswerk der Bayern im positivsten Sinne den Geist von Bathory, obgleich sich Helge und seine Jungs stilistisch eher an den frhen Bands der zweiten skandinavischen Black Metal Welle orientieren. Klassisch, mit Blastbeat-Salven, Tremolo-Gitarrenparts und flchigen Keyboard-Sounds. Dazu gehrt natrlich auch die Mantra-artige Wiederholung von Melodien, die im Zusammenspiel mit dezenten Halleffekten hier und da, die genretypische Sogwirkung erzeugen. WOLVES DEN lsst zu keiner Sekunde Zweifel daran offen, dass hier fhige Musiker ihre geliebte Nische zelebrieren und "Deus Vult" daher auch zur Hommage gert.
Schade nur, dass von den absolut groartig produzierten 46 Minuten - vor allem fr eine Eigenproduktion ohne Label als Rckenstrkung - am Ende so gut wie nichts hngen bleibt. Ja, das Drumming ist abwechslungsreich und tight. Ja, die Melodien sind dster und verleihen einzelnen Songs ihre teils Emperor-esquen Momente. Ja, Helges Gesang ist stimmig und kann sich durchaus mit einem Mortuus messen. Aber nach ber 25 Jahren hat es im Black Metal so viele unterschiedliche Entwicklungen, Anstze und letztlich Bands gegeben, dass sich WOLVES DEN aus der Unmenge an Verffentlichungen nicht charismatisch genug durchsetzen knnen. Da haben die Saarlnder von Immorior mit ihrem Debt letztes Jahr, trotz weniger aufwndiger Produktion, eine wesentlich nachhaltigere Duftmarke hinterlassen.
Klar, selbststndige Projekte, die ohne Label und ohne Vertrag ihren Stiefel durchziehen, sollten per se untersttzt werden, aber wer im Genre bereits seit einigen Jahren unterwegs ist, wird mit "Deus Vult" keine neuen Impulse bekommen. Wer Helge und Manuel die Stang' halten will, der macht beim Kauf sicher nichts verkehrt, aber ber absolut soliden Standard reicht die Platte dann doch einfach nicht hinaus.
   
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