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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LARCENY - Into Darkness
Band LARCENY
Albumtitel Into Darkness
Label/Vertrieb Saol / H'art
Homepage www.larceny.de
Alternative URL www.facebook.com/larceny.metal
Verffentlichung 30.04.15
Laufzeit 47:18 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Ende 2004 mitten im Nirgendwo in Baden-Wrttemberg gegrndet, hat die Melodic Death Metal Truppe LARCENY ber die Jahre bereits eine starke Metamorphose vollzogen. In der Vergangenheit sorgten stndige Auswechslungen bei der Besetzung fr ein immer neues Gesicht. Auch zur zweiten LP "Into Darkness" hat sich einiges im Lager der Oberschwaben getan.
War man auf "My Fall", dem Debt von 2013, noch mit einer Sngerin unterwegs, bernimmt Gitarrist Oliver Gaupp, vormals nur fr die Growls und als Begleitung in Aktion, diesen Job nun vollends. So geht LARCENY einerseits einiges an Abwechslung flten, andererseits hat man an Geradlinigkeit gewonnen. Jedoch ist dadurch auch der Kosmos, in dem man sich bewegt, um einiges enger gesteckt. Schnell fhlt man sich daher an bekannte Konsorten der Marke Children Of Bodom oder Dark Tranquillity erinnert, Letztere nicht zuletzt auch wegen des massigen Keyboard-Einsatzes. Eine angenehme Abwechslung aus diesem Reigen bietet dabei das deutschsprachige "Limbus", welches allein durch die andere Sprache in einem vllig anderen Licht dasteht.
Mit zunehmender Dauer wird man aber den Eindruck nicht los, dass viele der Stcke auf "Into Darkness" auf sehr hnlichen Harmonien aufgebaut sind. Vor allem die letzten Songs - "I Will Rise", "Gunpowder Night", "My Fall", "End Of Lies" - vermitteln den Eindruck, dass sie alle im Refrain, in Riffpassagen oder auch beim Keyboard und diversen Klavierklngen auf die selben Grundtne und Dreiklnge aufgebaut sind, was dazu fhrt, dass sich ein Groteil der Songs stark hnelt. Auch wenn die Nummern einzeln und fr sich gut knallen und mit ihren schnellen Double-Bass-Attacken fr einiges an Nackenbewegung sorgen, so leidet darunter doch die Vielfalt und Variation. Zwar ist die Idee berhaupt nicht bel, die Klavierakkorde des Intros beispielsweise nochmals mit Riffs im Titeltrack "Into Darkness" zu verwursten. Das es aber vor allem zum Ende der Scheibe hin mit den letzten Songs so inflationr geschieht, sicher schon. Die Tatsache, dass die letzten Tracks aber alle ein Stck weit umgeschrieben werden mussten, um den fehlenden weiblichen Gesangspart zu kompensieren, mag man da ein wenig nachsehen.
Insgesamt ist "Into Darkness" ein stabiles Album. Wirkliche Ausflle sind keine zu verzeichnen und zwischendurch gibt es durchaus einige kleinere Highlights zu entdecken. Wer mit den schon angesprochenen Bands klarkommt und auch sonst nichts gegen eine kleine Spur Kitsch in seinem melodischen Todesstahl hat, kann hier eigentlich bedenkenlos zugreifen. Aber fr die Zukunft sollten die Ambitionen schon nach oben geschraubt werden, denn die Ansprche werden nicht geringer.
   
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