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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

WHITESNAKE - The Purple Album
Band WHITESNAKE
Albumtitel The Purple Album
Label/Vertrieb Frontiers Records / Soulfood
Homepage www.whitesnake.com
Alternative URL www.facebook.com/whitesnake.official
Verffentlichung 15.05.2015
Laufzeit 67:34 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Die Idee, Songs der David Coverdale - ra von DEEP PURPLE neu zu verffentlichen geht zum Teil noch auf Jon Lord zurck. Dieser wollte mit David Coverdale vor seinem Tod nochmal was zusammen machen und ein gewisser Ritchie Blackmore war Gerchten nach einer erneuten Zusammenarbeit mit dem Snger nicht abgeneigt. Aus irgendwelchen Grnden ist es dann doch nicht dazu gekommen. Aber David Coverdale war so berzeugt davon dass er das Ganze mit WHITESNAKE durchzog und unter dem Namen "The Purple Album" 13 Stcke (regulre Edition) der Mk 3 - bzw. Mk 4 - Besetzung neu eingespielt hat. Auf der Limited Edition gibt es dann noch zwei zustzliche Songs. Diese "Frischzellenkur", die alle drei von David Coverdale eingesungenen Studioalben bercksichtigt (das mit Tommy Bolin eingespielte "Come Taste The Band" ist nur mit zwei Stcken vertreten) hat den Songs richtig gutgetan. So genial die Alben dieser Zeit auch waren, irgendwie war die Spannung zwischen der "rockigen" Fraktion (Blackmore, Lord) und der "funkigen" Abteilung (Hughes) stets gegenwrtig. Und genau das wurde jetzt bei den Neueinspielungen abgestellt. Die Songs klingen einfach "homogener" und vermitteln den Eindruck, dass sie von einer Band eingespielt wurden, die an einem Strang zieht und sich nicht in Machtkmpfen um die ihre Grundausrichtung verwickelt.

Los geht das Album (natrlich) mit "Burn". Der Song ist ein wenig hrter als im Original, die Gitarren stehen richtig im Vordergrund und David Coverdale singt sehr ausdrucksstark, was auch auf den weiteren Stcken so bleibt. Die mehrstimmigen Vocals sitzen harmonisch und im ausdrucksstarken Gitarrensolo werden gekonnt die bekannten Trademarks mit eigenem Stil verbunden. Das Orgelsolo am Ende orientiert sich sehr an der Vorgabe und greift die bekannten Melodien auf. "You Fool No One" verbindet bluesige Elemente mit dezentem Country - Flair, klingt aber durch prgende Riffs wieder sehr dynamisch. Im ausgedehnten Gitarrensolo werden gefhlsbetonte Parts mit schnellen Lufen und zweistimmigen Parts verbunden. "Sail Away" wurde als Akustiksong mit gefhlvollem Gesang eingespielt bevor das rockige riffbetonte "The Gypsy" leicht dster - atmosphrisch klingt. In "Mistreated" begeistern absolut gefhlvolle Gitarren, die sich an den ursprnglichen Vorgaben orientieren, aber mit eigenen Licks fr Spannung sorgen bevor bei "You Keep On Moving" Country - Sounds mit rockigen Elementen verbunden werden. Ein Albumhighlight ist die Ballade "Soldier Of Fortune", die in akustischem Gewand absolut ergreifend klingt. Der neue Gitarrenanfang des schnellen "Lay Down Stay Down" erinnert dezent an VAN HALEN bevor das Album mit dem mystisch eingespielten "Stormbringer" sehr rockig ausklingt.

WHITESNAKE ist es gelungen, auf "The Purple Album" den Songs der David Coverdale - ra neue Frische und Dynamik mitzugeben. Ok, Glen Hughes hat mal gesagt, er habe die Band nicht mit Waffengewalt gezwungen, funkbeeinflusste Musik zu spielen. Aber sein Einfluss in dieser ra war schon deutlich. Und auch wenn DEEP PURPLE - Puristen das jetzt vielleicht nicht nachvollziehen knnen: David Coverdale und seine Mannen haben die Stcke vom Funk "befreit" und deren rockige Seite deutlich in den Vordergrund gerckt, was den Songs einfach sehr gut bekommen ist. Dabei wird David von seiner Band virtuos und gefhlvoll untersttzt. Reb Beach, der mit vielseitiger Gitarrenarbeit begeistert, harmoniert hervorragend mit seinem neuen Partner Joel Hockstra. Durch die zwei Gitarren klingen die Stcke etwas heftiger ohne das Feeling zu vernachlssigen. Well done WHITESNAKE und legt mit dieser Frische bitte noch mindestens ein oder zwei Studioalben in der aktuellen Besetzung nach...
   
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