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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BROTHERS IN ARMS - Warlord
Band BROTHERS IN ARMS
Albumtitel Warlord
Label/Vertrieb Swell Creek Records / Soulfood
Homepage www.facebook.com/brothersinarmshc
Verffentlichung 08.05.2015
Laufzeit 30:46 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Wenn eine deutsche Hardcoreband bei ihrem Sophomore, ihrem Zweitwerk, angeben kann, mit Mitgliedern von Comeback Kid sowie Death Before Dishonor zusammengearbeitet zu haben und die Aufnahmen dafr mit dem Project Mayhem (Eike Freese - Dark Age und Alexander Dietz - Heaven Shall Burn) abliefen, ist das schon ein dickes Ausrufezeichen! Sieht so aus, als htten BROTHERS IN ARMS aus Hamburg eine goldene Zukunft vor sich.
"Warlord" klingt dabei, als wre es mitten in New York an der Ecke Kenmare Street und Bowery einfach aus dem Rinnstein gehpft. Tiefster NY-Hardcore mit einem Snger am Mic, der selbst bei einem "ich-klinge-wie-Scott-Vogel"-Contest gegen Scott Vogel gewinnen wrde. Vielmehr als das kann ich der Scheibe aber leider auch nicht abgewinnen. Denn bei allem Enthusiasmus und bei aller Wucht, die der Zweitling mitbringt, ist mir persnlich viel zu wenig Abwechslung dabei. Durchgang fr Durchgang bleibt eigentlich wenig bis nichts hngen bis auf das starke Organ. Es gibt keine Riffs und Arrangements, die einen richtig bleibenden Eindruck hinterlassen. Selbst die beiden Stcke "Grim" zusammen mit Bryan Harris von Death Before Dishonor und "Helpless" mit Andre Neufeld von Comeback Kid bleiben da sehr blass. Die Lieder bewegen sich durchweg alle im Midtempo-Bereich und es klingt ein Track wie der andere. Abwechslung wre hier das angebrachte Schlagwort, dafr scheint aber bei aller Hrte so ein wenig der Mut zu fehlen, stattdessen wird Altbewhrtes aufgewrmt und die 08/15-Schiene gefahren. Ein bisschen Breakdown hier, da vielleicht noch ein paar Gangshouts, ansonsten wird das Riffbrett auf wenige Akkorde beschrnkt und es werden keinerlei Experimente gewagt. Das mag beim eingefleischten Publikum so ankommen und funktionieren, darber hinaus drften sich aber nur die wenigsten angesprochen fhlen.
Wer seinen Hardcore ohne Schnrkel oder Firlefanz haben will und das vorgesetzt bekommen mchte, was er auch erwartet, wird mit BROTHERS IN ARMS und "Warlord" sicher glcklich werden. Der Gefahr, dass dies jedoch auch zu einfltig ist, der mssen sich die Hamburger aussetzen.
   
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