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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NOMANS LAND - Last Crusade
Band NOMANS LAND
Albumtitel Last Crusade
Label/Vertrieb Massacre Records / Soulfood
Homepage nomansland.ru/
Alternative URL www.facebook.com/nomanslandofficial?fref...
Verffentlichung 24.04.2015
Laufzeit 40:35 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Was dem Punkrock der Ska, ist dem Metal der Pagan. Immer nah an der Kirmesmucke und mit der groen Gefahr, schnell lcherlich zu wirken. Dort den richtigen Spagat hinzubekommen, ist nicht immer einfach. Die russischen NOMANS LAND sind immerhin keine Frischlinge mehr im Segment und verffentlichen mit "Last Crusade" bereits ihr fnftes Album.
So kann die Band auch inzwischen auf beinahe 20 Jahre erfolgreicher Bandgeschichte zurckblicken, darunter viele Festivalauftritte und ausgiebige Touren mit weiteren Szenegren. Auch wenn ich rein gar nichts von der Band vorher kannte, so ist doch eine gewisse Reife auf der Scheibe zu erkennen. Denn auch wenn der Opener "Right To Luck" mit seinem Erffnungsriff etwas anderes suggeriert, wird eben nicht zeitweise pubertr bis plump in die metallische Spagesellschaft abgedriftet, sondern bei aller Verspieltheit ist auch immer ein gewisser Tick Ernsthaftigkeit festzustellen. So zum Beispiel im Stck "Sons Of The Nord", der einige Passagen bietet, wo andere Truppen schon in den Feiermodus umgeschaltet htten. NOMANS LAND jedoch bieten mit den tiefen Chorlen einen angenehmen bergang, ohne zuuuu kitschig zu wirken und nach Jahrmarkt zu klingen. Hinzu kommt auch, dass das Quartett an den Instrumenten absolut zu berzeugen wei, komplett ohne Keyboard auskommt und es versteht, den Hrer ein gewisses Stck mitzureien. Das fllt vor allem im galoppierenden "Victory Horns" auf, der erstens an der Gitarre eine starke Fingerfertigkeit beweist und zweitens einen tollen Melodielauf hat. hnlich verhlt es sich mit dem etwas gedrosselten "Strain At The Oars", der in seiner Architektur recht zielstrebig wirkt und sicher nicht zuletzt auch deswegen als Single auserkoren wurde. Nach hinten heraus lsst das Niveau der Platte jedoch etwas nach und die Qualitt der einzelnen Lieder ist nicht mehr ganz so aufrecht zu erhalten wie noch zu Beginn. Einen weiteren Kritikpunkt bietet auch das Organ von Snger Hjervard, welches keinesfalls mehr als Mittelma darstellt. Aufgrund seiner russischen Herkunft mag man dem Frontmann zugestehen, dass die Aussprache nicht immer lupenrein ist, jedoch bleiben auch beim Klang diverse Wnsche offen.
ber die komplette Dauer gesehen ist "Last Crusade" aber ein stabiles Album, was letztlich doch mehr positives als negatives zu bieten hat. Und mit Bands wie den Turisas, Heidevolk, Ensiferum und wie sie alle heien, befinden sich NOMANS LAND in guter Gesellschaft.
   
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