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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

CROM DUBH - Heimweh
Band CROM DUBH
Albumtitel Heimweh
Label/Vertrieb Vn Records / Soulfood
Homepage www.facebook.com/cromdubhmetal
Alternative URL www.cromdubh.bandcamp.com
Verffentlichung 13.03.2015
Laufzeit 44:54 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Eine englische Black Metal Band aus London, die sich einen glischen bzw. irischen Namen verpasst? Eigentlich schwer vorstellbar bei der gemeinsamen Geschichte der beiden Lnder und den vielen Zwistigkeiten, die beide Vlker teilen. Zudem beschreibt CROM DUBH eine uralte mythologische, irische Figur, die bis ins 12. Jahrhundert auf der grnen Insel zurckreicht. Wenn sich dann das Debtalbum mit dem deutschen Titel "Heimweh" auch noch mit alter griechischer Mythologie beschftigt, ist das Verwirrspiel nahezu perfekt.
CROM DUBH treiben ihr Unwesen im Underground schon seit 2003, zu mehr als zwei Demo-Verffentlichungen und einer EP aus dem Jahre 2010 mit dem Titel "Deifr" hat es allerdings bisher nicht gereicht. Nun also das erste full-length, wie man so schn sagt. Und hnlich der EP ist auch das Debt einem Konzept unterworfen. Im Mittelpunkt steht das menschliche Individuum eingebettet in Hesiods fnf Weltalter. Fr die Musik muss man aber nicht zwingend wissen, worum es in dieser antiken Weltanschauung geht, denn im Kurzen und Ganzen sind es irgendwo die blichen Themen wie Verlust, Rastlosigkeit, Sehnsucht oder auch Verbannung. Aber allein durch diesen ganzen geschichtlichen Aspekt ist auch musikalisch eine dicke Scheibe (keltischer) Folk in diesem britischen Schwarzmetall zu finden, der die Variabilitt von "Heimweh" unterstreicht. Whrend der Opener "Cutting Teeth I" lediglich ein Intro ist und mit seinen hochtnigen Gitarrenshreds langsam in die Platte einfhrt, ist der zweite Teil und erste wirkliche Song "Cutting Teeth II" eine sehr melodische und andererseits sehr flotte Sache. Mit dem folgenden und nicht weniger euphonischen "The Invulnerable Tide" nimmt man unglaublich viel Tempo heraus, was zum vorangegangenen Stck ein starkes Kontrastprogramm darstellt, wohingegen die verschiedenen Klangfarben gefhlt noch zunehmen. Dass die Briten aber auch ein Gefhl dafr haben, den Hrer etwas durchatmen zu lassen, beweisen auch so kleine Interludes wie "Kings I" und "Fathom", welche beide als Prequels zu den jeweilig folgenden Stcken gesehen werden knnen. Sie verschaffen fr einen kurzen Moment Ruhe und knnen so das bisher Gehrte besser sacken lassen, ehe ein neuer Sturm von vielschichtigen Riffs losgelassen wird.
CROM DUBH haben fr ihr Debt "Heimweh" eine lange Anlaufzeit gebraucht, aber im Endeffekt kann man sagen, dass es sich gelohnt hat. Die Stcke sind durchweg berzeugend, und Totalausflle gibt es keine. Liebhaber von Black Metal Geschichten, die sich auch in die Richtung Pagan und Folk bewegen im Stile von Primordial oder Winterfylleth werden hier sicher ordentlich bedient.
   
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