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Fernab kommerzieller Erfolge veröffentlichen IQ nun schon ihr 16-tes Album. Für mich war der 97er Release "Subterranea" das bisher beste IQ-Album. "Dark matter" postiert sich aber bereits verdächtig nah an diesem Meisterwerk. Bereits der Opener "Sacred Sound" ist eine stimmungsvolle 11-Minuten-Nummer, die das geneigte Ohr in ihren Bann zieht. Die Gesangsmelodien von Peter Nicholls laufen gut rein und passen hervorragend zur Stimmung des sehr keyboardlastigen Tracks. Gitarrenfiguren und -sounds erinnern einmal mehr an die Kollegen von (alten) MARILLION. Mit "Red dust shadow", das mit einer schönen Akustikgitarre startet, bauen die Insulaner eine unheilvolle Klangburg, die den Albumtitel erstmals logisch werden lässt. Die Lyrics stimmen mich als Vater sehr traurig. Mein Favorit des Albums. "You never will" setzt auf vertrackte Grooves und facettenreichen Drumming. Der Chorus ist schlichtweg genial und frisst sich unbarmherzig ins Hirn. Klasse! Dass Peter Nicholls ein talentierter Texter ist, beweist er einmal mehr beim sarkastischen "Born brilliant", das ebenfalls auf einfallsreichen Grooves im 3/4 Takt thront. Als Hightlight am Ende präsentieren uns IQ noch ein 24-Minuten-Epos. "Harvest of soul" berührt das derzeit sensible Thema "Pro bzw. contra U.S.A". Natürlich erfordert ein solcher Mammuttrack mehrere Hördurchgänge, um den musikalischen Fluß beschiffen zu können. Teil eins geht schon verdammt gut rein, so dass es keine Überwindung kostet, sich Zeit zu nehmen und den Rest zu entdecken. Entgegen dem heutigen Fastfood-Hören ist es immer wieder ein Vergnügen sich in solche Prog-Longplay-Stücke einzuhören. "Dark Matter" ist eine superbe Prog-CD, die sich jeder Genre-Fan anhören sollte. Natürlich darf man bei IQ keine Metal-Riffs erwarten, hier dominieren die Tasten. Dennoch hat die Musik einen enormen Drive. Prog on! |
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