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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BETH HART - Better Than Home
Band BETH HART
Albumtitel Better Than Home
Label/Vertrieb Mascot Label Group/rough trade
Homepage www.bethhart.com
Verffentlichung 10.04.2015
Laufzeit 43:30 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung /
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Es interessiert wohl nur wenige, dass Beth Hart ihr Studium an der High School Of Performing Arts fr Cello und Gesang nicht abgeschlossen hat, denn wer mit einem solchen stimmlichen Talent gesegnet ist, braucht nun wirklich keine Bescheinigung, wo draufsteht, dass sie singen kann. Das hrt man jeder gesungenen Note der Dame an. Vor allem hat sie es nach einer schweren Drogensucht wohl vor allem Joe Bonamassa zu verdanken, dass sie nach dsteren Jahren wieder mit aller Macht ins Rampenlicht zurckgekommen ist, wo ihre auergewhnliche Stimme auch hingehrt, denn die zwei Coveralben mit Bonamassa brachten ihr viel neuen Zuspruch. Nach ihrem letzten Solo-Album "Bang Bang Boom Boom"von 2012, welches stark Jazz-angehaucht war, zeigt sich Beth auf ihrem neuen Silberling von einer sehr bluesigen Seite. Die CD mit dem Namen "Better Than Home"ist ein sehr ruhiges Album geworden, welches die Ausnahmesngerin von einer sehr nachdenklichen und melancholischen Seite zeigt. Selten wird es mal etwas Rythm-and-Blues-lastiger mit z.B. dicken Blserstzen, wie beim Song "Trouble"(Lied Nummer 4). Oft bernimmt die Hauptrolle in den Stcken ein getragenes und sehr gefhlvolles Piano, was den Zuhrer zusammen mit Beths Stimme zu einer sentimentalen Reise mitnimmt. Wenn das Ganze dann noch von Streichern untersttzt wird, ist oft Gnsehaut angesagt. Obwohl die Platte so ruhig ist und oft wirklich rhrselig beim Hren macht, schafft es die Knstlerin auch immer, einen Hauch von Hoffnung im Herzen zurckzulassen, auch wenn Stcke wie "Better Than Home"bei mir einfach nur eine tiefe Sehnsucht zurcklassen.


Fazit:"Better than Home" ist ein tolles,stimmiges Album mit einer stimmlich berragenden Beth Hart. Das Album ist aber nichts fr den lustigen Sommerabend, sondern eher fr die nachdenklichen und ruhigen Momente im Leben. Die melancholische Platte wird nicht jeden Geschmack treffen. Nimmt die neue Scheibe der US-Amerikanerin mal Fahrt auf mit Blserstzen, Gospelchor u.s.w., kommt schnell gute Laune auf; ich htte mir diese Rythm-and-Blues-Momente fter gewnscht. Ehrlich, der Silberling macht mich jedes Mal sehr traurig und hinterlsst einen Klo in meinen Hals, weil die Themen wie "voneinander-Abschied-nehmen"nun wirklich keine leichte Kost sind. Auf der einen Seite ist das ein Mega-Kompliment an Beth Hart, die es schafft, mit ihrer Musik solch starke Emotionen hervorzurufen, auf der anderen Seite aber auch ein Kritik-Punkt, denn ich hre selten Musik, um traurig zu werden. Wie immer bei fr mich so Genre-fremder Musik verzichte ich auf eine Punktwertung. Der Death-Metaller sagt aber ganz klar: Daumen hoch! Und jetzt muss ich dringend ein wenig Tankard hren und "Better than Home"ausmachen, bevor ich meine Taschentcher noch auspacken muss.
   
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