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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

OMEGA SOUL - Void
Band OMEGA SOUL
Albumtitel Void
Label/Vertrieb FDA Rekotz / Soulfood
Homepage www.facebook.com/omegasoulnew
Alternative URL omegasoul.bandcamp.com/releases
Verffentlichung 20.03.2015
Laufzeit 44:32 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Die aus Nrnberg stammenden OMEGA SOUL sind so etwas wie ein Versprechen. Und zwar, dass auch heute noch Demos reichen knnen, um von seinen Fhigkeiten zu berzeugen. Mit erst zwei solcher verffentlichten Demos wurde das Quintett vom Markt weg transferiert und legt nun mit "Void" ein erstes Album vor.
Hilfreich drfte dabei aber durchaus sein, dass die Musiker keine Grnschnbel mehr sind. Mitgrnder und Snger Thomas Herr beispielsweise spielte Anfang der 2000er Jahre in der Punkband Milzbrand, Drummer Matthias Kraus, ebenfalls Grndungsmitglied von OMEGA SOUL, war seinerzeit in der Death Metal Band Embodied Grief zugange. Nachdem dann beide gemeinsam in der Stonerrockband Lost & Drowned erste Gehversuche gemeinsam unternahmen, wurde schlielich 2009 OMEGA SOUL als Nachfolger aus der Taufe gehoben. Und damit prsentiert man sich mit der Mischung aus Doom, Stoner Rock und einer progressiven Note deutlich erwachsener, als es noch kleinere Zeugnisse aus der Vergangenheit tun. Nun ist aber Doom auch nicht gleich Doom. Vielmehr sind es auf "Void" schwere und trge erscheinende Riffs, die teils psychedelisch sind, teils den tiefen Sdstaatenblues ausatmen. Dabei geht es mal vertrackter zu wie im Opener "Darkness Inside" oder im Stck "A Sinister Burden", oder man lsst es langsamer angehen und baut somit mehr Atmosphre wie in der Nummer "Scorpio Moon" oder auch "Shadows" und "Seasons Of Fire" auf.
Allerdings macht es der Gesang dem Zuhrer auf "Void" nicht gerade einfach. Es ist eine Mischung aus eigener Note, die Ecken und Kanten hat und den Rundling weniger glatt erscheinen lsst, andererseits ist das gesanglich schon hart an der Grenze. Immer wieder gibt es Passagen, die nur schwer verbergen knnen, dass dort schon ordentlich schief gesungen wird. Allerdings sind die Burschen auch bereit, Experimente auf dieser Ebene einzugehen. Zum Auftakt von "The Infinite Flesh" wandelt der Snger an der Grenze zum growlen, in "A Sinister Burden" sowie in "Shelter" wird auch mal kurz etwas mehr Druck auf das Organ gepackt. Vor allem aber zeichnet sich Letzterer durch seinen oftmals zweistimmigen Gesang aus, der ebenfalls wie ein Damoklesschwert ber dem Stck schwebt. Man kann es als genial oder einfach schrecklich ansehen, was dort veranstaltet wird. Die Mitte wird irgendwo dazwischen sein.
Man darf aber bei OMEGA SOUL nach wie vor nicht vergessen, dass es sich bei "Void" erstens um ein Debt handelt und zweitens, dass die Band vorher gerade mal zwei Demos von der Leine gelassen hat. Das dort durchaus noch nicht alles hundertprozentig passen kann und es Verbesserungspotential gibt, ist vollkommen normal. Wer auf Sdstaatenrock und schwere Riffs steht, kann sich selbst davon berzeugen, wie weit die Nrnberger schon sind.
   
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