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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ESKIMO CALLBOY - Crystals
Band ESKIMO CALLBOY
Albumtitel Crystals
Label/Vertrieb Airforce1 Records/Universal
Homepage www.eskimocallboy.com
Verffentlichung 20.03.2015
Laufzeit 60:00 Minuten
Autor Axel Gerhartz
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Die Szenepolizei darf wieder die Schlagstcke zcken und die Wasserwerfer auftanken: Die Jungs von Eskimo Callboy haben ein neues Album am Start. Schon seit ihrem ersten Erscheinen im medialem Scheinwerferlicht, peitschte ihnen ein eiskalter Wind entgegen. Ich habe die ganze Aufregung nie wirklich verstanden. Metal, Hardcore, Pop, Elektro und nun auch Hip Hop vermischen und daraus partytaugliche Songs zusammen basteln. Tut keinem weh. Einen auf dicke Hose machen wenn eine Kamera an ist? Das gehrt irgendwie dazu und tut auch keinem weh. Die ganze Aufregung ist vergebene Liebesmhe, wenn man mich fragt. Macht keiner, ist auch egal, das wollte ich nur mal zu den Thema los werden. Denn wie laut die Gegenstimmen auch sein mgen, der Erfolg gibt ihnen Recht. Beim nunmehr dritten Album der Castrop-Rauxeler gibt es ausser dem kleinen Hip Hop Ausflug mit Sido nichts Neues zu vermelden. Es herrscht ihr eigener Gerne-Mix aus den schon zuvor genannten Versatzstcken. Mal mehr, mal weniger hart. "Pitch Blease" erffnet das Album schon mal recht dreckig und fhrt mit kleinen Elektro-bergngen auf. Das macht Spa, bleibt aber recht unspektakulr. Beim zweiten Song "Baby (T.U.M.H)" denkt man beim Refrain nur "Das haben die doch jetzt nicht wirklich gemacht?" Es handelt sich um eine Coverversion von "Tearing up my heart" von N'Sync. Aber auer dem Refrain, der logischerweise gut rein geht, bleibt es aber auch unspektakulr. So zieht sich das leider durch das ganze Album. Eigentlich sind Eskimo Callboy nur dann richtig gut, wenn sie mit ihren einzelnen Zutaten vermehrt rum spielen und sich auch mal kurzzeitig voll dem Genre hingeben. Ganz gro z.b. der Hip-Hop-Einstieg und letztlich vollzogene Wandel zur Mosh-Suppe bei "Paradise in Hell". "F.D.M.D.H." lsst dann auch mal kurz schmunzeln. Insgesamt fehlt den Songs aber immer das i-Tpfelchen um richtig fett zu sein oder Eindruck zu schinden. Da htte der Genre-Mix dann doch krasser ausfallen mssen. Eine handvoll netter Melodien im Wechsel mit Mosh-Passagen und viel heie Luft um ein solides Album. Es darf weiter gemeckert werden.
   
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