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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TRIDENT - Shadows
Band TRIDENT
Albumtitel Shadows
Label/Vertrieb War-Anthem Records
Homepage www.trident666.com
Alternative URL www.facebook.com/pages/trident/273317446...
Verffentlichung 27.03.2015
Laufzeit 22:02 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Wer schon immer mal wissen wollte, wie es ist, sich von einem Zug berrollen zu lassen, der muss definitiv die schwedischen TRIDENT und deren EP "Shadows" auf den heimischen Teller legen. Eine akustische Death und Black Metal Walze sondergleichen, die die zweite Verffentlichung nach dem Debt "World Destruction" von 2010 darstellt.
Das Quintett, bei dem unter anderem Reaper, ex-Gitarrist von Dissection, Sacramentum und einigen anderen, die Axt schwingt, legt ein Tempo vor, bei dem selbst ein ICE Probleme haben wird, mitzuhalten. Mit einer immensen Urgewalt prescht der Opener "Aftermath" vor, der vor allem durch seinen Gitarrensound eher der schwarzen Ecke zuzuordnen ist. Jedoch wird hier nicht wie blde im normalen Modus geschrammelt, vielmehr erinnern die einzelnen Elemente ein wenig an das originelle Songwriting, was auch die neuseelndischen Psycroptic beherrschen. Das folgende "Dark Nordic Range" ist dann in seiner Machart wieder konventionellerer Natur, aber nicht minder durchschlagskrftig. Hier ist es vor allem eine Bridge im spteren Verlauf des Songs, die ins Ohr sticht, denn sie durchbricht mit einer starken Melodielinie mal die Geschwindigkeit und lsst einen nackenbrechenden Groove auf die Gehrgnge los. Merklich wird das Tempo aber erstmals im darauffolgenden Titelstck "Shadows" zurckgefahren und lsst den Konsumenten so wieder etwas durchatmen. Dort fllt dann auch - bei der Zeit, die man ja nun hat - erstmalig auf, wie sehr die formidable Gitarrenarbeit von Ulv und Reaper sowie auch die starke Stimme von Frontmann Defiler die Scheibe prgen. Viele Kleinigkeiten, die man schnell berhren kann, sind im Hintergrund mit verantwortlich fr die vielen treffenden Harmonien und Zugkrfte zum entscheidenden Zeitpunkt. Zum Abschluss geht mit "Thy Kingdom" die Hetze noch mal los und rundet die Platte schlielich so ab, wie sie begonnen hat. Mit enormer Urkraft werden noch mal die Strken von TRIDENT aufs Tablett gebracht, ehe eine erholsame Ruhe eintritt, die man ebenso intensiv wahrnimmt, sobald sie eintritt.
Was die Schweden hier mit der EP "Shadows" abgeliefert haben, htte tatschlich auch keinesfalls lnger sein mssen. Zwar sind die 20 Minuten Hrgenuss schnell vorbei, andererseits wre die Gefahr einer schnellen bersttigung nicht gerade gering gewesen. Fans von satten Sounds der beiden Lager "Tod" und "Schwarz" drfen sich hier aber absolut angesprochen fhlen.
   
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