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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

CRIMSON SWAN - Unlit
Band CRIMSON SWAN
Albumtitel Unlit
Label/Vertrieb Quality Steel Records/Soulfood
Homepage www.facebook.com/crimsonswan
Verffentlichung 13.03.2015
Laufzeit 54:09 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Meeresrauschen, Klimperklavier, aha- endlich Gitarre! Synthesizer, viel Hall auf der Snare, klarer Gesang, spter dann bses Knurren, mehrstimmiger Klargesang, das Piano klimpert weiter, der Synthi schwebt, das Lied ist aus- durchwachsen scheint mir "Fade To Nothingness", der erste Song auf CRIMSON SWANs Debtalbum "Unlit". hnlich geht's bei "Waterfall Of Sorrow" weiter: viele Elemente, die im weitesten Sinne mit melancholischer Musik zu tun haben, stehen ohne mir erkennbaren Zusammenhang nebeneinander; auch dieser Song wirkt inhomogen-unausgegoren. Bei "Words Of Perdition" gibt's im Duett mit einer Sngerin gebotene Passagen, die mir leider, obwohl nicht so unertrglich wie Roy Blacks "Schn Ist Es Auf Der Welt Zu Sein", unntig schwer im Magen bzw. Gehrgang liegen. Auch wenn beim folgenden Titel "Unlit" das Tempo erstmals und richtig cool in Richtung hherer Geschwindigkeit variiert wird: CRIMSON SWAN pendeln sich wieder langsam ein und verwursten weiter ganz viel Zeugs in ihren Songs, die mir dadurch viel zu aufgesetzt melancholisch, ja beinahe unauthentisch vorkommen. Auch bei "Accusations", das wieder mit gesanglichem Duett und schwarzmetallischem Geifergesang aufwartet, fhle ich mich mehr verwirrt als berhrt und bin sehr, sehr erleichtert, als das Album mit "Voidhaven" verklingt.
Aaalso, liebe purpurrote Schwne: Spielen knnt Ihr, keine Frage. Und ihr wollt ganz viel, nmliche alle Eure Einflsse und Ideen in Euer erstes Album einflieen lassen. Das ist verstndlich, aber Ihr wollt hier zu viel auf einmal. COUNT RAVEN, ATROCITY, ANATHEMA, Meat Loaf-Bombastpiano, LAKE OF TEARS-Melancholie, Blackmetalgrunzgesang, Synthesizer, angedeutete Ausbrche von Wut, Ausklang mit Regenpltschern und die immer und berall prsente, letztlich vllig affektiv wirkende Traurigkeit- das ist zu viel, vor allem, wenn's in fast jedem Songs zwischen acht und zehn Minuten lang zelebriert wird. Der Spruch "weniger ist mehr" passt auch hier: eine Stimmung, ein als Inspiration gefeierter Lieblingsknstler, ein Riff als Grundmotiv pro Song reichen vllig aus. Mehr Vertrauen in einzelne Ideen, in die eigene Kreativitt und weniger Panik davor, langweilig zu wirken- dann klappt's. Ihr schafft das.
   
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