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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KRISSY MATTHEWS - Scenes From A Moving Window
Band KRISSY MATTHEWS
Albumtitel Scenes From A Moving Window
Label/Vertrieb Promise Records/H`ART
Homepage www.krissymatthews.com
Verffentlichung 27.02.2015
Laufzeit 65:55 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Krissy Matthews ist gerade mal Anfang 20 Jahre jung, in der Blues Rock Szene jedoch schon ein "alter Hase". Seit 2006 verffentlicht der Brite schon Platten, die ersten aufgenzwinkernd mit "Blues Boy" und "No Age Limit" betitelt. Der Bursche und seine Vermarktung erinnert mich etwas an Johnny Lang, der am Anfang seiner Karriere ebenfalls mit dem "Wunderkind"-Image umgehen mute. Solch eine kratzige Stimme wie Lang besitzt Krissy Matthews zwar nicht, sie ist eher weicher und tendiert in die Klangfarbe eines Joe Bonamassa. Und Gitarre spielen kann Krissy wie die beiden Genannten auch ganz hervorragend.
So will ich euch jetzt nicht weiter mit Blues Rock Vergleichen ber Krissy Matthews langweilen, der zudem ber reichlich Bhnenerfahrung als Anheizer fr u.a. Robben Ford, Beth Hart oder John Mayall verfgt. Dass die sich keine Armateure holen, drfte ja wohl klar sein.
Fr sein neues Studioalbum "Scenes From A Moving Window" holte sich Krissy einen echten Blues Veteranen ins Boot, nmlich Pete Brown. Der schreibt schon seit den Sechzigern Songs, unter vielen anderen bediente er mit seinem Knnen schon Cream, Jeff Beck oder Peter Green und war ein enger Freund des krzlich verstorbenen Cream-Bassisten Jack Bruce. Zwlf Songs haben Krissy und Pete zusammen geschrieben, vielleicht waren es auch mehr, jedenfalls kam ein Dutzend auf das Album. Und diese Zusammenfhrung der Generationen trgt extrem wohlschmeckende und ausgereifte Frchte, die zudem in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen ins Krbchen gelegt wurden. Die werden all denen munden, die auf den kommerzieller ausgerichteten Blues Rock stehen, so wie ihn auch Weltstar Bonamassa zelebriert. Krissy Matthews hat scheinbar ein sicheres Hndchen fr Stimmungen und mu sein Knnen an der Klampfe nicht extrem in den Vordergrund stellen. So werden auch andere genretypische Insstrumente wie Piano, Harp, Orgel oder Sax sehr songdienlich eingesetzt. Was ich super finde ist die Tatsache, dass sich mit "Searching The Desert For The Blues" (Blind Willie McTell) nur ein einziger Cover-Song aus alten Blues Zeiten auf der Scheibe befindet, was bei anderen Knstlern in diesem Metier nicht so blich ist. Vielleicht auch ein Grund, warum die komplette Scheibe extrem unterhaltsam, frisch und modern klingt. Ruhigere Stcke (die Ballade "Heading South" ist allein der Hammer!!) sind genauso vertreten wie melodische Midtempo Songs sowie "echte" Blueser, allesamt jedoch extrem gefhlvoll und authentisch vorgetragen. Ein toller Bursche, der mit seiner Musik den breiten Musikgeschmack trifft. Man wird ganz sicher noch viel von ihm hren. Auf alle Flle mehr als ein Geheimtipp!
   
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