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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THUNDER - Wonder Days
Band THUNDER
Albumtitel Wonder Days
Label/Vertrieb e-a-r music/Edel
Homepage www.thunderonline.com
Verffentlichung 13.02.2015
Laufzeit 48:40 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 15 von 15 Punkten
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Meine Freude war riesig als ich erfuhr, dass es nach sechs Jahren Abstinenz doch noch ein neues Studio Album einer meiner Lieblingsbands geben wird. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die Band Geschichte ist. Als letztes Jahr jedoch ihre X-Mas Show als aktuelles Live Dokument verffentlicht wurde, nhrte das die Hoffnung der Fans weltweit. Ihr neustes Werk mute zwar aufgrund der schweren Krebserkrankung ihres Gitarristen Ben Matthews ohne dessen Mitwirken geschrieben und produziert werden, doch ndert das rein gar nichts an der Qualitt von "Wonder Days". beraus positiv gehen die restlichen Bandmitglieder um Superstimme Danny Bowes zu Werke. Vom ersten Ton an erkennt man sofort, welche Band hier Musik macht, so erffnet der Titelsong gleich gewohnt hart, jedoch auch mit einem unwiderstehlichen Refrain die Scheibe. "The Thing I Want" legt in Sachen Geschwindigkeit noch eine ordentliche Schippe drauf, bevor es bei "The Rain" erstmals etwas langsamer wird. Mein Gott, der Londoner Bowes hat aber auch mehr Blues und Soul in der Stimme als so mancher Superstar, der das Zehnfache an Geld verdient. Logisch ist er das Aushngeschild von Thunder, doch mu ich auch Klampfer Luke Morley ein Riesen Kompliment machen, der "Wonder Days" im Alleingang geschrieben hat. Und auch auf diesem Album gibt es einen Hammersong, der normalerweise tglich im Radio laufen msste, wenn es noch so etwas wie Gerechtigkeit im Musik Buiseness geben wrde. Hier heit dieses Stck "The Prophet", das mit Stakatto Gitarren la "I Was Made For Loving You" eingeleitet wird und eine extrem schtig machende Melodie vorweisen kann. Von altersbedingtem Nachlassen in Form von seichteren Sachen ist auch 2015 weit und breit nichts zu erkennen, die Hits geben sich die Klinke in die Hand. Auch der melodische Midtempo Kracher "Resurrection Day" ist ein Paradebeispiel von intelligenter und einfach sehr guter Rockmusik. Kein Thunder Album ohne Balladen, "Broken" treibt einem die Trnen in die Augen, wenn Danny seiner Liebsten erklrt, dass er fr sie gestorben wre, htte sie ihn nur nicht verlassen. Genau wie der Titelsong geht auch "When The Music Played" textlich in die Vergangenheit, als in London Anfang der Siebziger die Liebe zur Musik von der Band entdeckt wurde. Doch dieser Blick zurck geschieht bei Thunder nicht mit sentimentaler Wehmut, sondern wird musikalisch sehr positiv erzhlt. Und wenn dann bei "Serpentine" anfangs akustischer Sdstaaten Blues erklingt, macht das deutlich, welche Bandbreite diese Band so drauf hat. Am Ende kommt dann mit "I Love The Weekend" sogar der gute alte Rock`n Roll z.B. eines Chuck Berry zum Einsatz, der ein fr mich perfektes Hard Rock Album einer grandiosen Band standesgem beschliet. Ich vergebe nur uerst selten die Hchstnote, doch "Wonder Days" von Thunder hat das zweifellos verdient!
   
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