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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TEAR OUT THE HEART - Dead, Everywhere
Band TEAR OUT THE HEART
Albumtitel Dead, Everywhere
Label/Vertrieb Victory Records
Homepage http://facebook.com/tearouttheheart
Verffentlichung 27.01.15
Laufzeit 48:14 Minuten
Autor Alex Postolache
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Es schmerzt. Ihn ihren Seelen, in ihren Stimmen. Jedenfalls wollen die Buben von TEAR OUT THE HEART mit ihrer Musik es so zum Ausdruck bringen. Es schmerzt. Dabei stehen hinter der Truppe sehr gute Musiker, die stimmlich wie an den Instrumenten technisch berzeugen. Doch ist das Gesamtwerk nach Metalcore-Manier nicht berzeugend. Es ist geradezu berproduziert. Die Herz herausreiende Stimmung kommt nicht an. Vielleicht muss mit dem Hrer selbst erst einmal eine Grundeinstellung nah der Selbstzerstrung einhergehen, um der mit Klischees berladenen Scheibe inhaltlich wie emotional etwas abzugewinnen. Irgendwie wie Papa Roach - nette Songs. Nur nimmt man ihnen irgendwie ihre sauberen Tattoos, ihre tief traurigen Nah-Tod-Erfahrungen, eben diesen gespielten Schmerz nicht ab, wenn sie mit ihrem berperfekten Sound daherkommen.
Kommen wir doch an dieser Stelle zu den einzelnen Titeln. Nicht der Reihe nach, denn es gibt durchaus Tracks, die durch die Decke gehen und auch dem Gehr schmeicheln. "Damage control" berrascht als vierter Song auf der Scheibe, die sich "Dead, Everywhere" nennt. Der Sound erinnert an Maschinen. Wie in den meisten Titeln wechseln sich kehlige Shouts mit sauberem hohen Gesang in den Refrains ab. Vielversprechend beginnt auch der fnfte Song "The Rejected", bis dann nach einem ersten drckenden Riff die Stimmung kippt und eine mit Effekten berlagerte Stimme den Gesangspart fast schon ins Lcherliche zieht. "I'm not f*cking fake", heit es da. Eben doch lassen TEAR OUT THE HEART nicht ein Klischee der Szene aus und bertreiben diese auch noch malos. "Wake me up, I had enough", pflichte ich der Truppe zu, obwohl die Arbeit an den Instrumenten durchgehend vom musikalischen Qualitten zeugt, wren doch weniger Effekte, weniger doppelte Gesangsparts mit cleanen und geshouteten Stimmvolumen in diesem Fall mehr.
Den subjektiven Vogel des Betrachters schieen aber die "Oh-Oh-Ohs" in mehreren Refrains verschiedener Tracks wie "Feel real", "Curse you" oder "I've got secrets" ab. Justin B. knnte diese "Oh-Oh-Ohs" direkt in seine Kunstwerke mit einbauen. Vielleicht ist der Betrachter zu alt, um den Weltschmerz dieser Jungs und ihres Metalcores nachvollziehen zu knnen. Diese zu perfekte Produktion bringt mich jedoch nicht dort hin, wo TEAR OUT THE HEART ihrer Zuhrerschaft vielleicht hinbekommen wollen. Herz und Seele des Albums suche ich vergebens. Vielmehr wirkt es, als htten Studiomusiker ein Konzeptalbum eingespielt, ohne emotionale Bindung zu dem, was sie da machen.
   
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