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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ORDEN OGAN - Ravenhead
Band ORDEN OGAN
Albumtitel Ravenhead
Label/Vertrieb AFM Records / Soulfood
Homepage www.ordenogan.com
Verffentlichung 16.01.2015
Laufzeit 48:24 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Pltzlich sind die 1996 in Arnsberg gegrndeten Orden Ogan wieder da! Ohne monatelange Ankndigungen haben die vier Sauerlnder im stillen Kmmerlein wohl an den Songs gearbeitet und bringen im jungen Jahr 2015 ihr fnftes Studioalbum "Ravenhead" heraus. Mit den Vorgngerwerken "Vale", "Easton Hope" und "To The End" hat die Band die Messlatte fr sich und andere Musiker in diesem Genre recht hoch gelegt! "Ravenhead" ist in der selben Besetzung wie der superbe Vorgnger entstanden und hat natrlich wieder ein heutzutage leider seltenes Andreas Marschall (Blind Guardian, Obituary) Artwork, was sehr dster und von der Farbgebung und dem Motiv doch anders ausgefallen ist. Das Bandmaskottchen Aleister Veil ist aber nicht verschwunden, sondern auf dem Backcover erhalten geblieben.
Die Produktion von Songwriter, Snger und Gitarrist Sebastian Levermann klingt sehr fett, aber nicht zu knstlich - besonders bei den Schlagzeugspuren. Nach dem mittelalterlichen mit fetten Vangelis Mnnerchren bestckten Intro "Orden Ogan" (so hat man auch mal einen Bandsong und Dauerintro!) regieren beim eigentlichen Opener und Titelsong des Albums "Ravenhead" schnelle, sehr melodische Gitarren die mich auch an die Bandfaves Running Wild ("Death Or Glory" Zeiten) erinnern und brechen ber mich herein. Der Refrain bleibt auf jeden Fall im Kopf hngen und das Lied ist ein superbes Livestck das dank toller Chre, gutem Refrain und satter Riffs keiner so schnell vergisst. Auffallend ist die Abkehr von zu viel Keyboardbombast, wobei diese immer noch vorhanden sind, aber sehr geschickt in die einzelnen Lieder eingewoben sind. Das gilt auch fr die mchtigen und sehr unterschiedlichen Chre die live nicht produzierbar sind und in Zukunft auch hoffentlich nicht vom Band kommen. "Ravenhead" ist im Endeffekt mehr ein Gitarrenalbum geworden. berraschungen und Neues gibt es genug wie bei "Evil Lies In Every Man" mit einem scheinbar von einer alten Frau gesungenen, gruseligen Intro. Das Lied an sich ist auch ein Kracher mit einem tollen Refrain und sehr griffigen Titel. Auch die mit mittelalterlichem Flair und sehr getragenen Versen sich langsam aufbauende und steigernde Nummer "A Reason To Give" ist ein so nicht da gewesenes Highlight das in seiner Qualitt locker das Niveau alter Blind Guardian Nummern hat welche die Krefelder leider so nicht mehr schreiben! Bei "Here At The End Of The World" und auch bei anderen Stcken gibt das Quartett gut Gas und packt die Metalaxt aus. Mit Gastsnger Chris Boltendahl (Grave Digger) gelingt hier der Band ein Kabinettstckchen da dieser schn klischeehafte Zeilen wie "The Reaper Is Never far" trllern darf. Dagegen kann Hammerfall Vokalist Joacim mit einer kurzen Passage bei "Sorrow Is Your Tale" trotz vorhandener Klasse nicht anstinken.
"In Grief And Chains" ist dann ein kurzes Instrumental das uns zum Ende der Scheibe dem halbballadesk-bombastischen "To Soon" fhrt. Dieses immer dramatisch werdende Lied ist ein perfekter Ausklang fr diese doch sehr frisch klingende und abwechslungsreiche Scheibe bei der auch Snger Sebastian die beste Gesangsleistung seines Lebens gezeigt hat.
Das tolle Album wird in verschiedenen Versionen erscheinen, unter anderem mit Rabenskulptur, sowie als Digipack mit zwei weiteren Titel und einer Live DVD. Da muss man schnell zugreifen!
   
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