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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SYLOSIS - Dormant Heart
Band SYLOSIS
Albumtitel Dormant Heart
Label/Vertrieb Nuclear Blast / Warner
Homepage sylosis.com/
Alternative URL https://www.facebook.com/sylosis
Verffentlichung 16.01.2015
Laufzeit 59:15 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 15 von 15 Punkten
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Mit "Dormant Heart" verffentlichen die englischen Thrasher SYLOSIS den Nachfolger des 2012er Albums "Monolith". Und es sieht so aus, also sollte sich die Band allein meine Kritikpunkte zu Herzen genommen und konsequent daran gearbeitet haben.
Natrlich hat sie das nicht! Jedoch sind tatschlich alle Eigenheiten, die mir als Fan der ersten Stunde auf "Monolith" fehlten, auf "Dormant Heart" nicht nur wieder da, ich gehe sogar so weit und sage, es ist die beste Arbeit, die die Briten bisher abgeliefert haben. Schon der Erffnungstrack "Where The Wolves Come To Die", der getrost durch seine Struktur als Intro angesehen werden kann, schafft es mit seinen Riffs die Tiefe anzudeuten, die SYLOSIS hier kreiert haben. berhaupt hat man insgesamt den Sound der Gitarren mit ihren Markenzeichen weiter verfeinert und nach vorne getrieben. Zwar hat die Band lngst ihren eigenen Sound gefunden, diesen aber mittlerweile unverkennbar manifestiert, ob in schnellen Riffabfolgen, die technisch von der Geschwindigkeit meist eine Ohrenweide sind, oder in den vielen Soli. Dazu gesellt sich ein Josh Middleton, der im Nachhinein nicht nur an der Gitarre, sondern vor allem am Mikro das Beste ist, was der Truppe passieren konnte. Nachdem man sich bereits nach "Conclusion Of An Age" von Jamie Graham getrennt hat, hat sich Middelton bzw. seine Stimme unfassbar gut entwickelt. Seine Growls und der Druck in der Stimme ist technisch so einwandfrei und sauber, dass es unglaublich intensiv klingt, ganz egal, ob er seine Texte aggressiv herausschreit wie im Song "Indoctrinated" oder ob er Melodie unter die Schreie packt wie im hymnischen "Leech".
Es sind aber nicht nur die offensichtlichen Dinge auf "Dormant Heart", die zeigen, wie weit SYLOSIS inzwischen sind. Viele Kleinigkeiten, die zu Beginn vielleicht noch gar nicht so im Gehrgang zur Kenntnis genommen werden, rufen die wahre Gnsehaut hervor. So ist es beispielsweise ein kleiner Moment zum Ende der zweiten Strophe im Stck "Overthrown", der die wahre Schaffenskraft und Detailverliebtheit offen legt, zu der die Briten fhig sind. Auch schafft es das Quartett, Songs zu vereinfachen, schlicht um dadurch mehr Druck und eine gewisse Strahlkraft zu transportieren, wie es das stampfende "Servitude" beweist. Im Gesamten betrachtet muss man fast sagen, dass die erste Single-Auskopplung "Mercy", die schon sehr viel Vorfreude auf das Album machte, fast eines der "schwchsten" Lieder auf der Platte ist, was schon viel heien will.
SYLOSIS haben sich ber die Jahre von einem vielversprechenden Newcomer ber einen ernstzunehmenden Konkurrenten zu einer beachtlichen Gre im Metal Universum entwickelt, und das sage ich nicht nur mit der rosaroten Fanbrille auf der Nase. Was die Jungs aus Reading im Stande sind, an den Instrumenten zu leisten, damit braucht sich das Quartett vor keiner noch so groen Band mehr zu verstecken. Dafr liefert "Dormant Heart" die ultimative Besttigung. Ich wrde sie noch nicht auf eine Ebene mit Machine Head stellen, das wrde beiden Gruppen nicht gerecht werden. Wenn man mich aber nach einem Nachfolger fr den Thron fragen wrde, stnde meine Wahl bereits fest.
   
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