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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MORTUARY DRAPE - Spiritual Independence
Band MORTUARY DRAPE
Albumtitel Spiritual Independence
Label/Vertrieb Iron Tyrant
Homepage www.mortuary13drape.com/
Alternative URL https://www.facebook.com/mortuarydrape
Verffentlichung 14.11.2014
Laufzeit 46:25 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Annhernd 30 Jahre gibt es die italienische Black Metal Combo MORTUARY DRAPE mittlerweile schon. Trotz dieser doch nicht alltglichen Zeitspanne in einem extremen Musikbusiness wie dem Schwarzmetall war mir die Band aber bis zu ihrem neuen Album "Spiritual Independence" berhaupt kein Begriff.
Das mag zum einen daran liegen, dass seit "Buried In Time", dem letzten Album des Quintetts, zehn Jahre ins Land gezogen sind. Zum anderen wird es aber sicherlich auch die fr Black Metal vollkommen unkonventionelle Art und Weise der Musik sein, die sicher nicht nur den Jngern und Anhngern von richtig beschissen aufgenommenen, sogenannten "true-en", schwarzen Alben die Schweiperlen auf die Stirn treibt. Denn was nach dem atmosphrischen mit einer melancholischen Violine untersttzen Intro "The Hiss" auf das Panda-Volk losgelassen wird, ist nicht nur arg verspielt, sondern zeugt von einer groen technischen Versiertheit an den Instrumenten. Die ersten beiden Stcke "Lithany" und "Once I Read (Marble Tomb)" sind trotz aller Dsternis nicht nur unglaublich melodis, sondern kommen vor allem ohne typisches Geschrammel aus. Vielmehr sind es klassische Heavy Metal Elemente, die in den Soli oder auch den Riffs zu finden sind. Dem steht auch der Bass in nichts nach, der allzu oft die Melodiefhrung bernimmt und den Songs damit einen sehr schnen Anstrich verleiht. Dafr braucht es dann auch keine bermige Geschwindigkeit, um sich durch den Friedhof zu tackern. Vielmehr versuchen es MORTUARY DRAPE mit Atmosphre wie Glockenschlgen oder herzzerreiendem Geweine in entsprechenden Momenten, die die eigentliche Schwrze herbeifhren. Auch der Gesang vom Frontmann mit dem wohlklingenden Namen Wildness Perversion ist so eine Art Bastard. Eine Mischung aus Growls und irgendwas anderem, jedenfalls ist das kein wildes Gekreische. Jedoch auch hier macht es die Mischung, denn im Gesamtkonzept kann man das nicht nur so stehen lassen, nein, es passt einfach super zusammen in diesem Kontext.
So entsteht im weiteren Verlauf ein nicht einfach zu fassendes Album, welches ein paar Durchlufe braucht, mit der Zeit aber eine gewisse schwarze Pracht zu entfalten wei. Allen voran seien hier die Nummern "Immutable Witness", das folgende Interlude "Black Candle" und das anschlieende "Ignis Fatuus (Deaf Space)" genannt, die Hhepunkte in diesem doch tiefschwarzen Abgrund sind. "Spiritual Independence" ist jedem Musikfan zu empfehlen, der sich gerne in den Extremwelten aufhlt, dabei aber kein Kostverchter von wirklich guten Instrumentalisten ist.
   
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