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24. April 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

CENTINEX - Redeeming Filth
Band CENTINEX
Albumtitel Redeeming Filth
Label/Vertrieb Agonia Records
Homepage https://www.facebook.com/centinexofficia...
Verffentlichung 21.11.2014
Laufzeit 32:53 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Neun Alben, sechs EPs, drei Demos. Mit dieser Diskografie traten die schwedischen CENTINEX 2006 ab. Nun, 2014, ist die Death Metal Maschine mit "Redeeming Filth" nach acht Jahren und teilweise neuer Besetzung wieder da.
Aus der Ur-Formation von 1990 ist nur noch Bassist Martin Schulman brig geblieben. Er und Drummer Kennet Englund, selbst von 1999 bis 2003 bei CENTINEX aktiv, waren auch die treibenden Krfte hinter der Reunion. Nachdem sich die Band ber die letzten Jahre ihres Bestehens immer mehr in Richtung melodischem Todesblei hin zu Vorbildern wie At The Gates entwickelte, ist man nun mit der neuen Scheibe zu den Ursprngen zurckgekehrt. Und das heit weg von Skandinavien, rber in die alte Schule hin zum groovigem Ostksten-Metal. Leider bedeutet dies aber auch: Weniger Melodie, weniger Einfallsreichtum, weniger von allem. Zwar passt auf "Redeeming Filth" die Stimme vom neuen Brllwrfel Alexander Hgbom wie Arsch auf Eimer, denn die derbe und aggressive sowie tiefe Note fgt sich tatschlich vorzglich ins Gesamtbild ein. Jedoch bleibt dafr zuviel anderes auf der Strecke. Der Erffnungstrack "When Bodies Are Deformed" kann dies zwar noch gut kaschieren, mit der Zeit schlgt aber die Eintnigkeit durch. Meist bestehen die Stcke nur aus wenigen Riffs und Griffen, so dass wenig Abwechslung vorhanden ist. Dies zeigt sich am besten beim bergang der drei Nummern "Death Glance", "Unresstrained" und "Stone Of Choice". Der zweite und dritte Track fangen quasi mit dem selben Riff an, womit der erste nur wenige Sekunden zuvor geendet war. Das mag vielleicht auch nur ein Kniff der Schweden gewesen sein, dann aber kein besonders Guter. Denn es beweist letztlich nichts anderes, als die Einfallslosigkeit, wenn ein einziges Riff fr drei Lieder verwendet werden muss. So wird am Ende dann halt doch recht eintnig durch die Dsternis galoppiert, ohne den Hrer gro zu berfordern. Eine Hymne wie "Dead, Buried And Forgotten" ist da schon ein seltenes Highlight.
Wenn man sich nach acht Jahren dazu entschliet, einer Kultband wie CENTINEX neues Leben einzuhauchen und ein Album wie "Redeeming Filth" auf den Markt schmeit, steht durchaus die Frage im Raum, ob man dort nicht an seinem eigenen Denkmal kratzt. Fans der ersten Stunde werden der Platte sicher einiges abgewinnen knnen. Wer aber erst Ende der Neunziger bzw. Anfang des neuen Jahrtausends zur Band gestoen ist, wird sicherlich mit einer herben Enttuschung rechnen mssen.
   
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