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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BLODHEMN - H7
Band BLODHEMN
Albumtitel H7
Label/Vertrieb Indie Recordings / Soulfood
Homepage https://www.facebook.com/blodhemnnorway
Verffentlichung 14.11.2014
Laufzeit 41:00 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Ein-Mann-Projekte sind im Black Metal nichts Seltenes. Trotzdem bin ich immer wieder berrascht, wie es Einer alleine schafft, alle Songs zu komponieren, jedes Instrument einzuspielen und seine Ideen dermaen zu Papier respektive Ohr zu bringen. In diese Riege reiht sich das norwegische Einmannkommando BLODHEMN nahtlos ein.
Nach zuvor bereits zwei Verffentlichungen in den letzten Jahren ist "H7" der dritte Output von Invisus, wie sich der junge Mann aus dem nicht mal 600 Einwohner zhlenden Drfchen Fedje nennt. Betrachtet man das Album unter dem Aspekt, das hier wirklich nur ein Knstler allein verantwortlich fr den brachialen Sound zeichnet, kommt man eigentlich nicht umhin, gebhrend Respekt zu zollen. Kein Ambient, keine unntigen Ausschmckungen, dafr schnrkelloser und traditioneller Schwarzmetall. Auf der anderen Seite wird sich Invisus mit BLODHEMN auch mit dem normalen Tagesgeschft messen lassen mssen, und da wird die Luft dann doch ein wenig dnner. Zwar kann man dem norwegischen Knstler auch hier keinesfalls das Bemhen absprechen, jedoch sind die Momente, welche im Ohr nachhaltigen Eindruck hinterlassen, eher selten. In den ersten Stcken blitzt zwar hier und dort mal kurz etwas auf, sei es ein kurzes Riff oder ein gut gelungener Wechsel im Tempo oder der Tonart. Der erste wirkliche Erinnerungsmoment zeigt sich jedoch erst im Song "Veiten", der mit einem melancholischen Riff in dem ruppigen Reigen etwas Ruhe zum Luftschnappen verschafft. Nur, um im Anschluss direkt wieder Fahrt aufzunehmen und die Marschrichtung des zuvor Gehrten beizubehalten. Dies ndert sich dann auch bis zum Ende hin nicht mehr. Womit "H7" zwar eine groe Wucht inne wohnt, die aber leider im immergleichen Kanal ihren Ausdruck findet. Der Umstand fhrt dann leider doch recht schnell zu einer gewissen Ermdung.
So versinkt das Album nach und nach leider immer mehr im Mittelma. Nicht weil es bermig schlecht ist oder zu viele Anleihen groer Vorbilder nutzt, sondern weil es nach oben hin einfach zu wenig ausrichtet. "H7" kommt ber gute Anstze leider nicht hinaus, was dann trotz allem Respekt fr diese Einzelleistung leider zu wenig ist.
   
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