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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FIMBULVET - Frostbrand - Eines Bildnis Tracht
Band FIMBULVET
Albumtitel Frostbrand - Eines Bildnis Tracht
Label/Vertrieb Einheit Produktionen
Homepage www.fimbulvet.com/
Verffentlichung 31.10.2014
Laufzeit 42:50 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Ich verstehe bis heute nicht, warum Heavy Metal-Bands, die im Untergrund oder auf semiprofessioneller Ebene aktiv sind, immer wieder zu billigen Klassik-Intros aus dem Computer greifen. Das hrt man und es klingt wie Plasik. Naja, nach zwei Minuten geht es dann endlich mit "Frostbrand 2" los. Der deutschsprachige Gesang und das Schlagzeugspiel stehen klar im Vordergrund, nur die Gitarrenlufe hrt man in weiter Ferne irgendwo im Hintergrund. Immerhin wird bei den Soli etwas aufgedreht. Auch wenn das neue Werk, das erste ber "Einheit Produktionen" ist, htte man da unbedingt besser auf die Abmischung achten mssen. Soviel zum technischen.

FIMBULVET gibt es bereits elf Jahre und "Eines Bildnis Tracht" stellt den direkten Nachfolger zur 2011er-Scheibe "Frostbrand - Nach Flammen Sehnsucht" dar. Die Mischung aus Pagan und Black Metal trifft auf verspielte Folk-Elemente, die sich vorallem durch den Einsatz der akustischen Gitarre und die zweiten, klaren Gesangsparts uert. Genau da liegt auch die grte Schwche des Albums, denn wie berzeugend und abwechslungsreich die "bse" Schreistimme von Frontmann Stephan Gauger auch ist, die klaren Passagen kann ich einfach nicht ernst nehmen. Als ich das Titelstck zum ersten Mal gehrt habe, musste ich laut losprusten als diese seltsame Stimme eingesetzt hat. Also beim besten Willen, was soll das sein? Soll mich das irgendwie emotional packen? Das hat es, aber nicht so wie geplant. Der Vogel wird bei so lustigen Reimexperimenten, wie im Refrain von "Wste Wahnsinn" abgeschossen. Was lge nher als Glut, Wut und Blut zu reimen...
Bei jedem Stck habe ich heimlich gehofft, dass man auf dieses Markenzeichen verzichtet, aber das unfreiwillig komische Getrller strt fast jedes Mal. Nur beim letzten und leider schwchsten Beitrag "Gratwanderer", hat man seine Ruhe.
Tja, wie soll ich das Teil bewerten? Wenn Ihr offen fr Pagan und Folk Metal seid und Euch nicht von klarem Gesang rgern lasst, hrt ruhig mal rein. Die meisten Stcke auf "Frostbrand - Eines Bildnis Tracht" sind absolut nicht schlecht. Das Tempo variiert und ein paar technisch durchaus anspruchsvolle, melodische Gitarrensoli, sowie der ein oder andere kurze Ausflug in Thrash-Gefilde sorgen fr Abwechslung. Auf Grund des oben genannten Strfaktors, funktioniert die Musik aber zumindest bei nicht. "WW" knnte wegen des Refrains ein kleiner, witziger Partykracher werden, doch ich glaube nicht, dass dies im Sinne der Band wre.
   
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