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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SLIPKNOT - .5   The Gray Chapter
Band SLIPKNOT
Albumtitel .5 The Gray Chapter
Label/Vertrieb Roadrunner Records / Warner
Homepage www.slipknot1.com
Alternative URL https://www.facebook.com/slipknot
Verffentlichung 17.10.2014
Laufzeit 63:57 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Aufgrund dessen, dass zu SLIPKNOT schon so ziemlich alles gesagt wurde, was gesagt werden konnte, rede ich gar nicht erst lange rum. Nach dem Tod von Paul Gray und dem Weggang/Rausschmiss von Joey Jordison meldet sich eine der berchtigsten Bands im Metal Universum mit dem neuen Album ".5: The Gray Chapter" zurck.
Was mir als Fan der allerersten Stunde - mit mehr Reife und Altersringen im Stamm - auffllt, ist die Tatsache, wie gewhnlich SLIPKNOT doch heute sind. Was sind wir damals vom Stuhl gefallen, als wir das erste Album gehrt haben. Ein Kumpel hatte damals sogar das Glck, im richtigen Moment am hiesigen Saturn-Markt vorbeizugehen und dort eine Art Promo-DVD der durchgeknallten Jungs aus Des Moines von einem Mitarbeiter zugesteckt zu bekommen. Die muss so eine Art Ladenhter gewesen sein, anders knnen wir es uns bis heute nicht erklren, warum die die Teile dort verschenkt (!) haben. Zu sehen waren seinerzeit ein Live-Mitschnitt eines der frhesten Konzerte der Band, wo "Wait And Bleed" und vier andere Perlen vom ersten Album zu hren und sehen waren. Wir wiederum waren hin und weg.
Dieses Gefhl ist auf dem neuen Album einfach nicht vorhanden. Es ist schwer zu beschreiben, woran es fehlt oder was diesen Unterschied ausmacht. Vielleicht ist es lediglich der berraschungseffekt. Vielleicht sind es aber auch die fehlende Brachialitt, dieses fehlende "wir scheien auf eure Erwartungen"-Gefhl und allem, was daraus erwchst. Das zeigt sich schon irgendwo an der Single "The Devil In I" und zieht sich ein wenig durch die gesamte Platte. Irgendwie wird man das Gefhl nicht los, dass hier vieles darauf getrimmt wurde, Hits zu schreiben und dies auch so zu verkaufen. Es klingt alles doch sehr glatt und etwas emotionslos, beinahe steril. Schnell fragt man sich, wo die Zeiten hin sind, als man Niels Ruf das VIVA-Studio erst vollpisste und anschlieend auseinander nahm? Sind Taylor und seine Jungs am Ende auch noch selbst erwachsen geworden? Der erste Track, der aus diesem Reigen etwas auszubrechen wei, findet sich da mit "Skeptic" erst an sechster Stelle und klingt mal nicht nach Stone Sour, sondern tatschlich nach SLIPKNOT.
Leider bleibt jener Track leider eher die Ausnahme, als die Regel. Natrlich ist es am Ende immer noch SLIPKNOT und keine dahergelaufene Wald-und-Wiesen-Truppe, aber vielleicht kann man auch gerade deshalb mehr erwarten, als ein biederes Album, dem vollkommen die Magie abgeht. Auch wenn man der Platte gerade auch in Bezug auf den Namen und die Anlehnung an eben jenen Paul Gray eine gewisse Bedeutung beimessen muss oder sollte, dass mit der Scheibe auch tiefere Bedeutungen wie Konflikte innerhalb der Gruppe zu verarbeiten waren, so sind dies doch zwei verschiedene Paar Schuhe, die man trennen muss. Bei allen persnlichen Schicksalsschlgen ist es schn zu wissen, dass SLIPKNOT wieder da sind. Musikalisch hat man sich aber mit ".5: The Gray Chapter" kein Bein ausgerissen.
   
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