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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SONNE HAGAL - Ockerwasser
Band SONNE HAGAL
Albumtitel Ockerwasser
Label/Vertrieb Luftschutz Entertainment / Tesco
Homepage www.sonnehagal.de
Alternative URL https://www.facebook.com/pages/sonne-hag...
Verffentlichung 17.10.2014
Laufzeit 51:23 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 6 von 15 Punkten
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SONNE HAGAL scheinen so etwas wie "DER angesagte Shit" zu sein. Jedenfalls wird mir dies suggeriert, indem mir das Info-Blatt unmissverstndlich "SONNE HAGAL sind zurck" entgegen schreit. Jedoch muss ich mich leider direkt outen. Ich habe keine Ahnung, wer das ist und was die fr Musik machen.
Die erste Frage ist leicht zu beantworten. SONNE HAGAL gelten laut Internet als Neofolk-Band, da ich diese Info dem Beipackzettel leider nicht entnehmen kann. Die zweite Frage kann ich, aufgrund meiner fehlenden Expertise ber Neofolk-Bands, nicht abschlieend beantworten. Vor allem lsst mich die folgende Eloge nach "SONNE HAGAL sind zurck" aus dem schon erwhnten mitgesendeten Informationspapier teilweise etwas ratlos zurck. "Ockerwasser - A Symphony Of Sorrowful Songs", wie die neue Scheibe der Brandenburger heit, soll irgendwo im Song "Shape Of Things" "vor Kraft strotzende Drums" enthalten. Die mssen mir entgangen sein.
Auch soll man "mit jedem neuen Lied (...) in andere Welten eintauchen", wovon man jedes Mal als jemand anderes zurckkommen soll, als "wre man von einer langen Reise heimgekehrt". Auch hier muss mir was entgangen sein, oder es wurde vielleicht auch vergessen, ein Pckchen mit bestimmten Substanzen mitzuschicken, um den Trip zu erleben. Vielleicht erschliet sich mir auch aus demselben Grund nicht, warum die Texte "gleichzeitig prophetisch aber hermetisch und verschlossen" sind. Vielleicht habe ich aber auch nur vergessen, "in die transluzenten Reiche des Schlafes zu entfliehen, ins Unbewusste". Das sind wohlgemerkt alles keine Zitate von mir, sondern aus dem bereits angesprochenen Notizschreiben. Wenn ich denn selbst mit eigenen Worten sagen drfte, wonach SONNE HAGAL fr mein Empfinden klingen, wrde ich es vielleicht so beschreiben: SONNE HAGAL lassen dich in ein vertrumtes Meer der Melancholie eintauchen, worin man sich ganz tief einkuscheln kann und wohlig von der Trbsal umarmt wird. Die Musik besteht in der Basis aus einer Akustik-Gitarre, einem ruhigen und monoton anmutenden Gesang eines Sngers und einigen rumliche-Weite-erzeugenden Atmo-Klngen. Dazu gesellen sich einige Gastmusiker wie Kim Larsen (Of The Wand And The Moon), Ericah Hagle (Unto Ashes) und viele andere, die dem Reigen durch ihr Schaffen eigene Noten verpassen mgen. Das ist von der Stimmung und den Ideen schon ok, insgesamt bleibt "Ockerwasser - A Symphony Of Sorrowful Songs" aber eine sehr ruhige und schon recht einseitig anmutende Scheibe, denn auf die Dauer klingt vieles doch zu hnlich. Das liegt vor allem an der Umsetzung mit den immer gleichen mauen Gitarrenakkorden und Gesangsdefinitionen. Die Auffassung, "OCKERWASSER transformiert ganze Universen zu Trumen, Trume in Worte, Worte in Ideen" kann ich daher leider nicht so ganz teilen. Zum Einpennen und Trumen ganz nett. Mehr Anlsse findet man dann aber auch nicht.
   
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