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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

POSTHUM - The Black Northern Ritual
Band POSTHUM
Albumtitel The Black Northern Ritual
Label/Vertrieb Indie Recordings / Soulfood
Homepage https://www.facebook.com/posthumofficial
Verffentlichung 17.10.2014
Laufzeit 40:19 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Seit zehn Jahren treiben die norwegischen POSTHUM in der Black Metal Szene bereits ihr Unwesen. Mit "The Black Northern Ritual" verffentlicht das Trio um Bandkopf Jon Kristian Skare nun das dritte Album. Im Gegensatz zum Vorgnger "Lights Out" wird hier aber weit weniger experimentell vorgegangen. Zeichnete sich das Album von 2012 noch durch seine Atmosphre und seine Dsternis aus und bekam gerade deswegen gute Kritiken, muss man leider sagen, dass "The Black Northern Ritual" eine biedere und recht gewhnliche Schwarzmetallscheibe ist.
Der Weg hin zu dieser Machart war aber bewusst gewhlt, wie Snger Skare berichtet. "Ich hatte den Wunsch, etwas Kraftvolles zu schreiben und wieder mehr in die Richtung unseres Debts zu gehen." Mit dieser Mischung aus den bisherigen Verffentlichungen und der Herangehensweise des neuen Albums glaubt der Frontmann zudem, den wahren Sound in der Band endlich gefunden zu haben. Sollte dem so sein, haben sich POSTHUM aber leider doch dem Einheitsbrei verschrieben, denn auf "The Black Northern Ritual" gibt es leider nichts, was sonderlich herausragt. Es gibt kaum ein Riff oder eine Passage in den ganzen 40 Minuten, die gro Aufsehen erregt oder hellhrig werden lsst. Das Bemhen ist keinem der Beteiligten abzusprechen - allen voran nicht Bandleader Skare, der stimmlich einen echt guten Job macht - aber es ist eben auch einfach nichts Auergewhnliches ber die gesamte Spielzeit zu finden. Sprliche Ausnahmen wie das Stck "A Disappearing Sun" bleiben eine rare Seltenheit, was definitiv zu wenig ist, um einen nachhaltigeren Eindruck hinterlassen zu wollen. Daran ndern auch das rein instrumentale und schon fast asiatisch anmutende "Vinter" und der zehnmintige Abschlusskoloss "North" mit seinen lang gezogenen Gitarrenpassagen nichts mehr.
Fans von POSTHUM werden sich eventuell ber die Neuentwicklung und -ausrichtung ihrer Band freuen knnen. Wem "Lights Out" schon zu experimentell war, der drfte ebenso wieder ruhig gestellt und befriedigt sein mit "The Black Northern Ritual". Wer aber auf ein Glanzlicht aus Norwegen hofft, der drfte hier schnell enttuscht werden.
   
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