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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

STRYDEGOR - Enraged
Band STRYDEGOR
Albumtitel Enraged
Label/Vertrieb 7hard / Membran
Homepage https://www.facebook.com/strydegoroffici...
Verffentlichung 12.09.2014
Laufzeit 53:26 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Die Melodic Deather STRYDEGOR aus Hagenow bei Schwerin haben bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Unmittelbar nach dem Durchbruch und einem Plattenvertrag 2009 verstarb der damalige Gitarrist Slava Giebel. Anstatt aber den Sand in den Kopf zu stecken, beschloss die Band, auch aus Ehrgefhl dem verstorbenen Freund gegenber, eisern weiterzumachen. So verffentlicht das Quartett heuer mit "Enraged" bereits das dritte Album.
Ihrem Stil, der irgendwo zwischen Pagan, Viking und melodischem Todesblei liegt, sind STRYDEGOR auch diesmal treu geblieben. All die Attribute, fr die auch schon der Vorgnger "In The Shadow Of Rememberance" von 2012 grtenteils gute Kritiken eingesteckt hat, finden sich auf "Enraged" wieder. Jedoch ist auffllig, dass der sonst so hervorgehobene Amon-Einschlag etwas abgenommen haben muss. Stcke wie "Rise Of Hel" sind da doch deutlich rauer und aggressiver. Auerdem verleihen die Nummern "Zuarina" und "Grogaldr" der gesamten Platte einen tollen Charakter. Beide beginnen akustisch und steigern sich auf ihre Weise im weiteren Verlauf, bis sie schlussendlich explodieren. Ein Song wie "Throughout The Darkness" mit einer Lnge von knapp acht Minuten beweist zudem die starken Songwriting-Fhigkeiten, die STRYDEGOR besitzen. Alles andere also, als ein bloes Plagiat. Es scheint vielmehr, als habe die Band ihren Stil mittlerweile gefunden und konsequent auf dem dritten Album umgesetzt. So steuerte die Truppe mit "Meereswut" diesmal sogar einen deutschsprachigen und zudem noch ebenfalls sehr gelungenen Beitrag bei, der passend mit Wellen und einem traurigen Akkordeonspiel die ganze Sache abrundet. Was aus meiner Sicht jedoch ein wenig Gewhnung bedarf, ist die Stimme von Frontgrunzer Florian Kunde, dessen Organ sowohl beim Gesang als auch bei den geschrieenen Parts nicht immer perfekt klingt. Je fter man sich aber mit "Enraged" beschftigt, umso mehr passt das doch zusammen und bietet damit irgendwo auch Ecken und Kanten. So versprht die Platte einen sympathischen Charme, der sie ein wenig abhebt von glattgebgelter und berproduzierter Austauschware.
Insgesamt ist der Band eine berzeugende und facettenreiche Scheibe gelungen. Fans von Melodic Death Metal knnen bei STRYDEGOR eigentlich recht bedenkenlos zugreifen.
   
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