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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

JOE BONAMASSA - Different Shades Of Blue
Band JOE BONAMASSA
Albumtitel Different Shades Of Blue
Label/Vertrieb Provogue Records/Rough Trade
Homepage www.jbonamassa.com
Verffentlichung 19.09.2014
Laufzeit 48:25 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Die neue Studio CD von Joe Bonamassa ist wirklich gut, so weit schon mal vorweg. Wer anderes erwartete, der hat die Qualitten des einstigen Gitarren Wunderkindes immer noch nicht erkannt oder geglaubt, dass der smarte US-Amerikaner bisher zu Unrecht gehypt wurde bzw. Glck hatte. Nichts davon ist wahr. Okay, wenn man ihm etwas vorhalten mag, dann vielleicht dass er in den letzten Jahren ZU present war und einigen mit seiner Vielzahl an (Live-) Verffentlichungen schon langsam auf den Zylinder ging! Die Gefahr einer frhen Abnutzung war durchaus vorhanden, doch mit dem Ausstieg bei der Black Country Communion hat er diese selbst mit abgewendet. Ach ja, die Eintrittspreise zu seinen Konzerten erreichen auch langsam die Schmerzgrenze, doch dafr sind auch andere mit verantwortlich. Als Musiker bleibt der 37-Jhrige indes unantastbar.
Dafr spricht auch "Different Shades Of Blue", welches in seiner Karriere (wieder mal) ein Novum darstellt. Denn erstmals hat JB keine Coversongs anderer Musiker eingespielt, alle elf Stcke auf der mir vorliegenden Standard-Version sind Eigenkompositionen. Eingeleitet mit dem kurzen Intro "Hey Baby (New Rising Sun)", das stark in Richtung Jimmi Hendrix schielt gelang dem Meister eine Scheibe, die nur selten den Kommerz bedient, dafr meistens vor Abwechslung gem dem Titel und Spielwitz strotzt. Egal ob erdiger Bluesrock, der sogar mit Hammond Orgel aufgebrezelt sein kann wie "Oh Beautiful" oder ein mit funkiger Blsersektion bestcktem "Love Ain`t A Love Song", immer klingt das unverkennbar nach dem Meister selbst. Und "I Gave Up Everything For You, 'Cept The Blues", ein staubtrockener und mit Honky Tonk Piano verdelter Boogie Woogie Blues, versprht jede Menge gute Laune. Logisch ist zwischendrin auch mal Platz fr Balladen, mit "Never Give All Your Heart" und dem Rausschmeier "So, What Would I Do" sind mal wieder zwei besonders schne zu hren.
Doch keine Bonamassa Platte ohne Ausreier nach oben, hier ist es der Titelsong, ein wunderschner "Trnen in die Augen-Treiber", der es fast mit meinem JB-Lieblingssong aller Zeiten "Driving Towards The Daylight" aufnehmen kann! Und so wundere ich mich beim Hren ber die Abgeklrtheit bei den Kompositionen und darber, wie selbstverstndlich hochklassig das ganze klingt. Natrlich sorgte Haus-und Hofproduzent Kevin Shirley erneut dafr, dass sich der Sound dem hohen Niveau anpasst, oder ist es umgekehrt? Und natrlich mchte ich die an dieser Scheibe beteiligten, ebenfalls hochklassigen zahlreichen Studiomusiker nicht unerwhnt lassen. Wer sich fr deren Namen interessiert, kann diese im Booklet nachlesen.
   
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