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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KISSIN' DYNAMITE - Megalomania
Band KISSIN' DYNAMITE
Albumtitel Megalomania
Label/Vertrieb Afm Records/Soulfood
Homepage www.kissin-dynamite.de
Alternative URL www.facebook.com/kissindynamiterocks
Verffentlichung 05.09.2014
Laufzeit 35:00 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Es gibt neuen, deutschen Stahl aus Schwaben und so viel schon einmal vorneweg: In der Schmiede von Kissin' Dynamite hat man an einer neuen Legierung gearbeitet, die es in sich hat. Das vierte Album von Kissin' Dynamite ist das, was meinem momentanen Lieblings-Unwort "Modern Metal" wohl am ehesten entspricht. Denn "Megalomania" ist fr den Hrer erst einmal mit einer Umstellung verbunden, da der sonst so geradlinige Metal, den es noch auf der "Money, Sex & Power" (2012) und seinen zwei Vorgngern zu hren gab, mit neuen musikalischen Einflssen erweitert wurde. Erffnet wird das Album mit dem Song "DNA", der sofort druckvoll durch die Boxen gewuchtet wird. Auffallend ist sofort, dass man generell auf mehr Effekte gesetzt hat. Trotzdem ist der Song sehr rockig und Snger Hannes Braun besttigt auch umgehend wieder, dass er zur Zeit fr mich zu den Besten in Deutschland gehrt. Die Gitarrenarbeit seines Bruders Ande und von Jim Mller im Hintergrund blitzt immer wieder mit einem schnen, kurzen Lauf auf und das Riff bleibt auch postwendend im Ohr hngen. Den dabei aufgebauten Schwung nehmen die Schwaben dann mit in die Songs "Maniac Balls" und "V.I.P in Hell". Danach steht der erste ruhige Song mit "Firefly" auf dem Programm, der mit einem epischen Keyboard-Lauf erffnet wird, der sich durch das ganze Lied zieht und sich ebenfalls unweigerlich im Gehrgang festsetzt. Mit dem Lied beweist man nicht zum ersten Mal, dass man in der Lage ist Songs zu schreiben, die eine Platte berdauern knnen und auch danach vermutlich noch oft einzeln angespielt werden. Auch bei den nachfolgenden Liedern kann man locker die Qualitt der ersten vier Lieder halten, auch wenn "God In You" mir persnlich nicht ganz so gut gefllt. Mit "Legion Of The Legendary" zeigen die Jungs dann wieder, dass sie keinerlei Probleme damit haben sich immer wieder neu zu erfinden und auch neue Wege auszuprobieren. So bedient man sich in diesem Fall sogar einiger Dupstep Einflsse, was mich erst ein wenig geschockt und sehr in Staunen versetzt hat, aber mittlerweile gehrt der Song sogar zu meinen Favorites. Das Ding kracht einfach. Ich glaube, die Mischung klappt aber auch deshalb so gut, weil man es mit den Effekten und Einflssen zu keiner Zeit bertreibt und sie nur untersttzend einsetzt.


Fazit : "Megalomania" ist sicher etwas kantiger und weniger eingngig als seine Vorgnger und braucht eine kleine Eingewhnungsphase. Das Album strotzt nur so von Refrains mit Mitsing- und Grl-Potenzial. Es ist moderner und vielleicht sogar noch ein wenig mehr Mainstream als sonst ohne aber den typischen Kissin' Dynamite Charakter verloren zu haben. Allen wird es sicher nicht gefallen und ich hre schon viele meckern, dass es zu viele Pop-Einflsse hat. Zugegebenerweise ist "The Final Dance" echt hart an der Grenze und erinnert am Anfang ein wenig an verschiedene Boygroups - nicht bse sein. Aber mir gefllt es, dass sich die junge Truppe nicht scheut auf dem Weg zum eigenen Stil auch mal ungewhnliche oder neue Richtungen einzuschlagen und es dabei nicht nach Kommerz, sondern ehrlich klingt. Ich bin mir sicher, dass wir die Jungs auch wieder etwas roher erleben werden. Starkes Album,das aber viele Kritiker auf den Plan rufen wird.
   
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