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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SATURN - Ascending (Live In Space)
Band SATURN
Albumtitel Ascending (Live In Space)
Label/Vertrieb Rise Above Records
Homepage www.facebook.com/saturnsweden
Verffentlichung 25.07.2014
Laufzeit 43:59 Minuten
Autor Jrgen Lugerth
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Immer wenn ich mit einer Platte auf Anhieb nicht so richtig klar komme, schau ich mal, wo das Ding schon berall rezensiert wurde. Das ist ganz lustig, weil neben den einen oder anderen Gemeinsamkeiten der Schreiberlinge die Bewertungen am Ende immer breit gefchert von 'groer Mist' bis 'phnomenal' reichen. Man muss es am Ende doch selber machen. Nun denn. Mit ihrem Namen und ihrem Albumtitel fhren Saturn einen alten Hawknerd wie mich jedenfalls erst mal gehrig in die Irre. Denn mit Space Rock hat das hier nur ganz bedingt etwas zu tun. Was die schwedischen Youngsters bieten, ist wieder einmal eine Hommage an den harten und auch psychedelischen Rock der Siebziger Jahre, ziemlich lebendig und fetzig dargeboten und gespickt mit Querverweisen auf eine ganze Reihe wesentlicher Helden aus dieser Zeit. Ok, wenn es sein muss, hier ein paar Namen: Budgie, Montrose, Rainbow, Led Zeppelin, aber auch ein wenig Iron Maiden und Def Leppard. Wer htte das gedacht? Die Gitarren fetzen ganz ordentlich, der Snger geht als passable, manchmal etwas kauzige Kopie von Robert Plant durch und alles klingt schn original beziehungsweise retro, ohne aber den ganz groen Dreh zu erreichen. Dazu sind die Songs nicht stark genug, die Breaks und Schwenks teils zu willkrlich und der Gesang manchmal einfach zu schwach. Der Opener "So, You Have Chosen Death" ist aber schon ein geiler Hardrocker, das folgende "Rokktori" klingt etwas geklaut und hat seltsame Plastik-Keyboards im Hintergrund, der Blues "Over The Influence" zndet nicht so recht, aber "Leadersheep" haut dann wieder ordentlich auf den Putz. "Last Man In Space" mandert ganz ordentlich zwischen frhen Black Sabbath und ebenfalls frhen Iron Maiden hin und her und der akustische Schlussstein "Moonstone" bewirbt sich als Bonustrack auf "Led Zeppelin 3". Ein bisschen unausgegoren, das Ganze, aber trotzdem durchaus hrbar. Als drittklassige Kopie mit flachem Sound, wie ein Rezensent einer fhrenden Rock-Gazette die CD sinngem einordnet, kann man das Ganze meiner bescheidenen Meinung nach ganz und gar nicht abtun. Das geht schon in Ordnung, das Teil.
   
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