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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MARATHONMANN - ...und wir vergessen, was vor uns liegt
Band MARATHONMANN
Albumtitel ...und wir vergessen, was vor uns liegt
Label/Vertrieb Century Media / Sony
Homepage www.marathonmannband.de
Alternative URL www.facebook.com/marathonmannband
Verffentlichung 28.07.2014
Laufzeit 39:07 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Und tglich grt das Murmeltier. Die dritte Scheibe von MARATHONMANN, die dritte Rezension dazu von mir, innerhalb von anderthalb Jahren. Dass ich tragischerweise zwischendurch als Mdchen fr Alles gelte, bekommt dann auch leider erneut die Mnchener Truppe um Snger Michael Lettner ab. Es mchte leider einfach niemand sonst diese Band, bzw. die neue Platte "...und wir vergessen was vor uns liegt" besprechen. So wurde ich erneut mit dieser Aufgabe bedacht, da ich ja bereits schon die beiden Male zuvor das Vergngen hatte. Es spricht jedoch vieles fr, oder besser gegen MARATHONMANN, dass in unserer gesamten Redaktion keiner was mit den Burschen anfangen kann.
Nimmt man die Besprechungen des Debts "Holzschwert" und der Nachfolge-EP "Kein Rckzug, kein Aufgeben" als Vorlage, kann man sofort konstatieren: Am Stil, der inzwischen grospurig als eigenstndige Nummer mit groem Widererkennungswert verkauft wird, hat sich nichts gendert. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, fr mich ist das einfach nach wie vor pseudo-intellektuelles neu-deutsches Punkrock-Geseiere, heute Postpunk genannt, mit dem ich persnlich nichts anfangen kann. Zudem ist mir die Machart eines jeden Stckes nach wie vor einfach viel zu hnlich. Die Lead-Gitarre spielt hochtnige Schrammeleien oder Tonabfolgen, die stark im Vordergrund stehen und somit lediglich noch dem Gesang Platz als charakteristischem Merkmal lassen. Der Gesang wiederum mag zwar emotional sein, ist mir aber bei aller Rudigkeit einfach zu eintnig und monoton. Wenn dann in Kombination grundstzlich eine klimpernde Gitarre und ein monotoner Gesang das Gesamtbild bestimmen, klingt mir das erstens alles zu Gleich, zweitens fehlen mir dort die Spannungsmomente. Und wenn jetzt jemand sagen mag, dass "...und wir vergessen was vor uns liegt" ein einziger groer Spannungsmoment sei, dann ist mir da schlicht und ergreifend zuwenig Variation. Emotionen werden bei mir jedenfalls keine freigesetzt, fr mich klingt das sptestens nach dem zweiten Track entweder alles gleich, oder direkt nach Brei. Bis fr mein Hrgefhl so etwas wie Abwechslung in die Sache kommt, dauert das schon eine ganze Weile und gefhlte Ewigkeit. "Auf dem hchsten Punkt der Welt" bringt nach einer Viertelstunde durch sein Tempo zum ersten Mal ein wenig Vielfalt in die Geschichte. Es ist aber auch lediglich das Tempo, nichts anderes. Die Gitarre, der Gesang, es bleibt alles wie gehabt und das ist mir letztlich zu fad. Diese Thematik zieht sich dann auch durch das gesamte Album. Insgesamt kann man also konstatieren: MARATHONMANN spielen seit zweieinhalb Alben ihren Stiefel runter und ich bin immer noch so gelangweilt wie beim Erffnugstrack zu "Holzschwert"...
Wer die beiden Scheiben zuvor bereits abgefeiert hat, wird sicher seine Freude mit der neuen LP "...und wir vergessen was vor uns liegt" haben. Daher drfte es auf der anderen Seite kaum berraschen, dass es ebenso nach wie vor nicht meine Baustelle ist und ich da nicht drauf anspringe.
   
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