Navigation
                
19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THE HAUNTED - Exit Wounds
Band THE HAUNTED
Albumtitel Exit Wounds
Label/Vertrieb Century Media / Universal Music
Homepage www.the-haunted.com
Verffentlichung 22.08.2014
Laufzeit 44:08 Minuten
Autor Jrgen Lugerth
Bewertung 11 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Als die Schweden The Haunted Mitte der Neunziger auf der Bildflche erschienen, bejubelte das Volk zu Recht eine neue Hoffnung fr den Thrash, dazu noch in einer sehr eigenstndigen, quasi modernen Ausprgung. Vor allem die Alben mit Peter Dolving am Mikrophon, auf denen man berhmmer wie "99" oder "Moronic Colossus" und dazu noch eine Menge anderer Abrissbirnen vorfindet, machten die Band zu Lieblingen der Szene. Die Live Shows mit einem Furcht erregenden, vllig exaltierten Snger an vorderster Front taten ihr briges dazu. Als im Jahr 2011 mit der meines Erachtens ziemlich guten CD "Unseen" ein relativ gravierender Stilwechsel stattfand, machte sich Verunsicherung, teils richtiger Unmut im Lager der Fans breit. Viele erkannten ihre Faves nicht mehr. Ich fhrte damals fr das glorreiche Heavy-Magazin (R.I.P.) ein interessantes Interview mit einem brigens sehr freundlichen Peter Dolving, der den Umschwung leidenschaftlich vertrat und fr (folge-)richtig befand. Seine Aussagen stieen bei meinen Kommandeuren Jagger und Stefan Glas aber auf heftigen Widerspruch. Nicht nur fr sie war das Album einfach 'ausgewimpt'. Nun, Peter Dolving scheint mit seiner Philosophie innerhalb der Band gescheitert zu sein, denn er hat sie zwischenzeitlich verlassen. Nach einer nicht unbetrchtlichen Pause und einigen Besetzungswechseln haben The Haunted nun ihren alten Snger Marco Aro zurckgeholt und mit "Exit Wounds" ein neues Gert eingetrmmert, das allen Zweiflern Entwarnung geben drfte. Denn es geht ohne Umschweife zurck zu den Wurzeln. Soll heien: Hier gibt es in vierzehn Portionen pfeilgerade auf die Fresse, wie man es von frher her gewohnt ist. "317" heit die kurze atmosphrische Einleitung und danach gibt es fast nur die typischen Stakkato-Riffs, ballernden Rhythmus von Bass und Schlagzeug und darber das raue Hassgeschrei von Marco mit Wahrheiten fr die Ewigkeit. Dazu der immer irgendwie hypnotische Sound und da und dort die schrgen Harmonien, die The Haunted unverwechselbar machen. Allzu groe Abwechslung gibt die Setlist meines Erachtens nicht her, aber um Nackenwirbel und Matte zwecks Frustbewltigung mal eine Dreiviertelstunde richtig ins Rotieren zu versetzen, dazu reicht es allemal.
   
<< vorheriges Review
CRIMSON SHADOWS - Kings Amongst Men
nchstes Review >>
MARATHONMANN - ...und wir vergessen, was vor uns liegt


 Weitere Artikel mit/ber THE HAUNTED:

Zufällige Reviews