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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ATTACK OF RAGE / CONTRASTIC - Attack Of Rage   Jarmo
Band ATTACK OF RAGE / CONTRASTIC
Albumtitel Attack Of Rage Jarmo
Label/Vertrieb Metal Age Productions / EMP Europe
Homepage www.facebook.com/pages/attack-of-rage/80...
Alternative URL www.facebook.com/contrastic
Verffentlichung 16.06.2014
Laufzeit 25:25 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Die beiden osteuropischen Extremmetalbands ATTACK OF RAGE aus der Slowakei und deren wehrte Kollegen CONTRASTIC aus Tschechien haben sich entschlossen, mit "Attack Of Rage / Jarmo" eine Split-CD zu verffentlichen. Die A-Seite der Split bernimmt dabei die jngere der beiden Kapellen. ATTACK OF RAGE haben im Gegensatz zu ihren Kollegen erst 2001 damit begonnen, ihre Interpretation des Grindcore unter die Leute zu prgeln. Nach zwei Demos folgten schlielich noch zwei Alben, wovon das Letzte aber auch mittlerweile schon drei Jahre zurckliegt.
Nun bin ich leider kein ausgewiesener Anhnger oder Kenner des Grind, was ATTACK OF RAGE aber anbieten, lsst sich als solide einstufen. Ein ordentlich drckender Sound, der gut nach vorne prescht, untersttzt von tighten Saiteninstrumenten sowie einer flotten und taktsicheren Schiebude. Stimmbandtechnisch wird in den ca. zwlf Minuten alles aufgeboten, was der Hals hergibt. Growls, fieses Gekeife, gutturales Gewrge, der Logopde htte seine helle Freude. Textlich kann man zustzlich davon ausgehen, dass anhand der Namen der Titel beide Bands konsequent in der jeweiligen Landessprache geblieben sind. Ein wenig Groove verstehen die slowakischen Herren dann bei "DNE-Shock" und "Sebaklam" schlielich auch noch einzustreuen.
Wesentlich spannender aber ist die B-Seite von CONTRASTIC, eine Band welche es bereits seit 1993 gibt. 2005 lste man sich jedoch auf, bis man 2012 erneut die Arbeit aufnahm. Sehr schn auf der Split anzuhren sind direkt zu Beginn die Unterschiede im Sound zu ATTACK OF RAGE. Die Snare schnalzt hher, die Gangart ist rauer und berhaupt wirkt alles kantiger. Der Vierer aus Tschechien berzeugt zudem mit elektronischen Einspielern, die entweder nur schrge Synthie-Sounds wie in den ersten beiden Stcken haben, oder direkt als lngere Samples wie im Song "Bassima" auftauchen. So erschaffen CONTRASTIC eine hohe Abwechslung und beweisen eine gute Nase fr Innovationen. So berzeugend wie beklemmend ist dazu der Auftakt des Titeltracks "Jarmo", der von einem dieser Samples mit den Worten "Mein Fhrer" beginnt, und dann mit einem schaurig-schnen Synthie-Klang einen Wortbeitrag untermalt, in dem der Anfhrer der Sudetendeutschen Partei die "Einverleibung des bhmisch-mhrisch-schlesischen Raumes ins Reich" wnscht. Im spteren Verlauf taucht der Synthie-Klang nochmals auf, whrend man ein Kind, wahrscheinlich in tschechischer Sprache, klagen hrt. Bei diesem Lied spielen sich Bilder im Kopf ab, wofr es keine bersetzung braucht, es bricht die pure Gnsehaut aus.
Letztlich ist beiden Kapellen mit "Attack Of Rage / Jarmo" eine berzeugende Kurzvorstellung gelungen, im Sinne von CONTRASTIC sogar eine eindrucksvolle Rckkehr. Whrend ATTACK OF RAGE aber eher den bereits erwhnten soliden Eindruck hinterlassen, ziehen CONTRASTIC die SPLIT-CD noch mal ordentlich nach oben. Fans der Stile Grind und Crust mit starkem Death-Einschlag knnen hier problemlos mal reinhren.
   
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