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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KOPFECHO - Fernweh
Band KOPFECHO
Albumtitel Fernweh
Label/Vertrieb Wolverine Records/Soulfood
Homepage www.kopfecho.com
Verffentlichung 27.06.2014
Laufzeit 25:45 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Uff. Heute stellt Wolverine Records, eines meiner absoluten Lieblingsindielabels, mich auf eine schwere Probe. Und zwar mit der EP "Fernweh" von KOPFECHO. Die hat nmlich all das, was ich im Leben wie auch in der Musik berhaupt nicht brauche: aufgesetzte Melancholie, die hart an der Grenze zum Kitsch vorbeischrammt ("Fernweh"), eine Hymne gegen Sexismus ("Nein Heit Nein"), eine gegen Intoleranz ("Lass Das"), zwei ber Liebeskummer ("Ein Bisschen", "Goodbye"), ein Spieerlied ("Ihr") und eines ber das Leben an sich ("Steig Ein"). Vorgetragen wird all das in teils uerst groben Knittelversen mit sehr gewhnungsbedrftigem Gesang zu wenig einfallsreichem Punkrock. Hiergegen ist nichts zu sagen, wenn es von einer puberttsgeplagten Tennieband kommt, die ihre ersten musikalischen Gehversuche unternimmt. Da die vier KOPFECHOnauten geschtzt irgendwo zwischen 30 und 40 sind im wahren Leben vielleicht als Sozialpdagogen ihr Geld verdienen, wirkt "Fernweh" auf mich wie ein autotherapeutisches Projekt politisch besonders korrekter Menschen, die hier alle ihre Weisheiten gebndelt loslassen, damit die Welt endlich ein besserer Ort fr uns, die Tiere und alle Pflanzen wird. Die Idee finde ich gut. Wir alle sollten was in unserer Macht steht tun, damit alle mehr vom Leben haben. Mll vermeiden, Wasser sparen, anderen helfen. Mglichkeiten dazu gibt's mehr als man denkt. Fade, humorlose Punkrockplatten mit Tipps zur Lebensfhrung gehren nicht dazu!
   
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