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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TWINESUNS - The Leaving
Band TWINESUNS
Albumtitel The Leaving
Label/Vertrieb Zarathustra Records
Homepage facebook.com/twinesuns
Verffentlichung 2013
Laufzeit 39:45 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Ui, was ganz, ganz Obskures: TWINESUNSs "The Leaving". Gitarre, Baritongitarre, d.h. eine Gitarre mit verlngerter Mensur, die tiefere Tne als eine normale Gitarre produziert, und ein Bass. Der noch tiefer klingt als eine Baritongitarre. Ein Ebow, ein paar Effekte, acht Stunden Zeit, und bm! - fertig ist das Album. Schlagzeug? berschtzt. Fehler auf einem Album? Na wenn schon. Gesang? Braucht kein Schwein. Abwechslung, Struktur? Kann, muss nicht. Ungefhr so drften die berlegungen geklungen haben, die die Herren C. und Thor Ohe angestellt haben, als sie sich anschickten, ihr Debtalbum "The Leaving" aufzunehmen. Lediglich einer ("The Leaving") der hierauf enthaltenen fnf Titel wird zustzlich von Renzo Tornado Especial per Moog-Synthesizer etwas erweitert. Wodurch er sich jedoch nicht wesentlich von den andern unterscheidet. TWINESUNS pfeifen auf jegliche Konvention und fabrizieren ein Album, dass, zumal es ohne Texte daherkommt, viel Raum fr Interpretation lsst. In therapeutischem Kontext wrde man sagen: zur freien Assoziation. Klangwnde werden aufgetrmt und niedergerissen, verschwinden im Hall und entstehen erneut. Bilder tauchen auf, verformen sich, verschwimmen, alles fliet und nichts bleibt. Die Musik der TWINSUNS, in Fachkreisen "Drone" genannt, eine dem Doom zugerechnete Art instrumentaler Musik, wirkt auf mich wie der Soundtrack eines fiktiven Filmes. Tiefe Tne, kein erkennbarer rhythmischer Zusammenhang, flieende bergnge, dstere Atmosphre und hypnotischer Charakter des Ganzen- "The Leaving" hat seinen Reiz, ist aber nicht jedermanns Sache. Ein Hinhrer fr musikalische Exzentriker.
   
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