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22. April 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

THE OSIRIS CLUB - Blazing World
Band THE OSIRIS CLUB
Albumtitel Blazing World
Label/Vertrieb Indie / Soulfood
Homepage www.facebook.com/osirisclub
Verffentlichung 13.06.2014
Laufzeit 38:46 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Htte ich nicht schon vorher gelesen, dass THE OSIRIS CLUB aus London oder mindestens aus England stammen, ich htte nichts anderes erwartet. Es gibt nun mal einfach Bands, denen man anhrt, aus welchem Scho sie stammen.
Dabei ist "Blazing World" gar nicht mal so typisch britisch, wie man es nun annehmen knnte. Komplett analog aufgenommen und produziert von Randall Dunn (u.a. Sunn O))), Earth und Wolves In The Throne Room) ist "Blazing World" ein zwar melodises, aber gleichzeitig auch sehr sperriges wie verschrobenes Werk, was teils recht psychedelische Ausmae annimmt. Auch wenn das morbide wie schn anzusehende Cover etwas anderes suggeriert, so bleibt mir doch leider der okkulte Aspekt der Musik, der im Beipackzettel Erwhnung findet, weitestgehend verborgen. Trotz dessen ist die Mischung, welche THE OSIRIS CLUB auf ihrer neuen Scheibe bieten, auf seine eigene Weise nur mit der Auffassung von britischem Alternative Rock zu erklren. Meist muss man dafr nicht wirklich singen knnen und auch sonst eine sehr eigene Vorstellung von Harmonien und Dramaturgien haben. Das Quartett beweist trotz oder gerade wegen dieser Merkmale, dass seine Mitglieder die Instrumente ohne Frage beherrschen und mit ihnen umzugehen wissen. Dieser Umstand schtzt aber eben nicht vor fehlender Eingngigkeit oder weniger groflchigen Synthie-Spielerreien. Beispielhaft dafr seien die beiden Songs "The Bell's" und der Titeltrack "Blazing World" genannt. Ersterer lie mich aufgrund seiner sich groartig ffnenden Passagen im gesamten Stck das erste - und leider auch einzige - Mal so richtig aufhorchen, whrend der Zweite stellvertretend fr die nicht leicht zugnglichen und weit ausufernden Nummern herhalten kann. Zudem sahen die Musiker im zweiten Lied wohl ein groes Experimentierfeld, was den Gesang angeht und so verlangt Snger Simon Oakes dem Hrer einiges ab, womit wir wieder bei den eigenen Vorstellungen von Harmonien wren.
Diese Kriterien ziehen sich mal mehr, mal weniger markant wie ein roter Faden durch die Platte. So entsteht ein Eintopf, versehen mit den Zutaten Siebziger-Jahre-Prog, britischem Alternative und einer Prise Rock, der nicht einfach zu genieen und definitiv eher etwas fr Liebhaber der Briten ist.
   
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