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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LEHMANN - Lehmanized
Band LEHMANN
Albumtitel Lehmanized
Label/Vertrieb Massacre / Soulfood
Homepage www.facebook.com/lehmannproject
Verffentlichung 27.06.2014
Laufzeit 39:38 Minuten
Autor Jrgen Lugerth
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Plattenrezensionen in Zeiten der Fuballweltmeisterschaft sind an und fr sich ein Ding der Unmglichkeit. Na ja, zumindest fr mich. Vor allem, wenn man ein italienisches Projekt besprechen muss. Mildernde Umstnde gibt es aber hier, weil der Chef des vorliegenden Produktes den urdeutschen Namen Lehmann trgt. Zusammen mit dem eher englischen Vornamen Mat geriert sich das geradezu international. Passt ja. So, genug Zeilen geschunden, man sollte irgendwann auch etwas zur Musik sagen. Die ist nicht schlecht, aber fr meinen Geschmack irgendwie seltsam. Eine Mischung aus technoider Elektronik, brettharten Metal-Riffs, athmosphrischen Keyboards, stndig prsenten Background-Gesngen und einer Menge Drama, wie es der italienischen Seele einfach liegt. Insgesamt klingt das Ganze ziemlich technisch und konstruiert, ohne dass wirklich hohe Ingenieurskunst erreicht wird. Das drckende "Gemini" gefllt mir ziemlich gut, das darauf folgende unheimlich anmutende, synthetische und sich hysterisch aufbauende "Sunday I'll be Dead" knnte fr meinen Geschmack das Highlight der Platte sein. 'Lehmanized' werde ich von der Scheibe nicht, dafr ist mir beispielsweise die Gitarrenarbeit zu langweilig. Auch der Einflsse sind mir einfach zu viele. Von Depeche Mode und Prong ber Fear Factory und Faith No More bis zu Blaze Bailey, was die Stimme, die an sich recht flexibel ist, angeht. Es klingt sehr nach Studioprojekt. Es hat aber seine Momente. Der Bass zum Beispiel ist abgrundtief geil, da und dort. Er ist ja auch Bassist, der Signore. Zurck zum Spiel. Kamerun gleicht gegen Brasilien zum Eins zu Eins aus. Lehmann macht trotzdem sein Ding. Das ist ok so. Und Jens Lehmann ist schon lange in der Fuballer-Rente. Tja.
   
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